Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.11.2012

07:24 Uhr

Vor UN-Konferenz

Obama ist Wirtschaft wichtiger als Klimaschutz

Noch am Wahlabend setzte Barack Obama das Thema Klimaschutz auf seine Agenda. Konkrete Schritte gegen die Erderwärmung wird er in naher Zukunft aber wohl nicht unternehmen. Andere Probleme sind dringlicher für ihn.

Will Prioritäten setzen: US-Präsident Barack Obama AFP

Will Prioritäten setzen: US-Präsident Barack Obama

WashingtonNach seinem Wahlsieg traute sich Barack Obama wieder, das Wort vom Klimawandel in den Mund zu nehmen. Der Kampf gegen die Erderwärmung sei eine "Pflicht gegenüber künftigen Generationen", sagte der US-Präsident, nachdem er zu dem in den Vereinigten Staaten umstrittenen Thema lange geschwiegen hatte. Eine Führungsrolle Washingtons scheint bei der am Montag beginnenden UN-Klimakonferenz in Doha aber unwahrscheinlich. Obama scheut konkrete Versprechen und will zunächst die Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Außerdem setzen die USA weiter stark auf fossile Brennstoffe

"Ich bin der festen Überzeugung, dass der Klimawandel echt ist und durch menschliches Verhalten beeinflusst wird", sagte Obama vergangene Woche bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wiederwahl. Bereits in der Wahlnacht hatte er erklärt, Kinder sollten in einem Land aufwachsen, das "nicht von der zerstörerischen Gewalt eines sich erwärmenden Planeten bedroht" werde.

Einzelheiten, wie er dieser Gefahr zu begegnen denke, bleibt Obama aber schuldig. Obama erklärte vage, er werde in den kommenden Wochen und Monaten eine "Unterredung" mit Wissenschaft und Politik über "kurzfristige Fortschritte bei der Reduzierung von Treibhausgasen" führen.

Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der schwachen Konjunktur legt Obama den Schwerpunkt voll auf die Wirtschaftspolitik. Es sei "verständlich", dass die Menschen in den USA zunächst in diesem Bereich eine Lösung erwarteten, sagte er. "Obama über die Klimapolitik: Nicht jetzt", fasste die "New York Times" die Haltung des Präsidenten zusammen.

Obama könnte sein politisches Kapital nach der Wiederwahl durchaus für einen Vorstoß in der Klimapolitik nutzen, sagt Alexander Ochs, Direktor des Klima- und Energieprogramms der Washingtoner Denkfabrik Worldwatch Institute. "Doch die Gegner jeder staatlichen Regulierung sind weiter stark und bringen sich längst wieder in Stellung." Vor allem die Republikaner laufen gegen schärfere Umweltauflagen für die Wirtschaft Sturm und könnten mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus eine neue Klimainitiative blockieren. Einige in der Partei halten den Klimawandel schlicht für ein Märchen.

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

vandale

21.11.2012, 08:53 Uhr

In den USA gibt es im Gegensatz zu Deutschland eine Medienlandschaft die unterschiedliche Meinungen vertritt. Neben linken und ökologischen Ostküstenmedien gibt es auch ein Gegengewicht. Neben ökologischen Lobbyorganisationen und Oekokonzernen gibt es auch die Kohle und die Oellobby die ökokritische Blogs unterstützt.

Die US Bevölkerung ist in den Küstenstaaten zum Teil ökologisch infiziert/missioniert. Im Landesinneren ist das Christentum sehr verbreitet. Viele Europäer sind erstaunt welche Bedeutung das Christentum im Leben der US Amerikaner einnimmt. Viele fahren lieber mit dem SUV in die Kirche als im mickrigen Kleinwagen dem Oekoglauben mit seinen Endzeitkatastrophen wie CO2 Klimahölle, Dämonischen Atomstrahlen zu huldigen.

Obama entstammt der linken Sozialmafia Chicagos. Er wurde in den Präsidentschaftswahlkämpfen von diversen Oeko Lobbies unterstützt.

Allerdings ist bereits seine Partei ein wenig gespalten. Abgeordnete der Demokraten aus Kohle fördernden Staaten sind nicht für die Oekosaga einer CO2 Klimahölle zu begeistern.

Die Republikaner die einen Teil des Parlaments beherrschen sind nicht ökoreligiös gestimmt. Gem. einer Anfrage glaubt kein Abgeordneter der Republikaner mehr an eine CO2 Klimahölle.

Insofern hat Obama das Thema "Klimawandel" von der offiziellen Agenda genommen. Dennoch sucht er seine Freunde zu unterstützen indem er am Kongress vorbei den IPCC unterstützt. Er hat Oekoayatollahs in der Umweltbehörde installiert die systematisch Abbaugenehmigungen für die Kohleförderung blockieren, Oel- und Gasbohrungen mit Auflagen behindern, CO2 zum Schadstoff erklärt haben.

Insgesamt wird die USA keine sehr konsequente Politik betreiben. Obama wird die Europäer beim "Klimawandel" verbal unterstützen, ein Gesetz zu Lasten der US Bevölkerung wird er gar nicht erst einbringen.

Vandale

Klimaterror

21.11.2012, 09:09 Uhr

Diesemal macht Obama es richtig. Das ganze Klimageschwafel ist der grösste Betrug der Gegenwart, Klimarettung etwas für den verblödeten Bürger der immer noch auf angebliche Gefahren eine Angstreaktion zeigt.
Würde die Verwendung des Sedativums Fluoramid gestoppt, könnte der geistige Verfall auch beim IQ vielleicht gebremst werden, aber auch hier wird vermeintlich ja etwas Gutes getan.
Ob die Menschen noch einmal aufwachen?
Obama hat, wenn er sonst auch oft daneben liegt, etwas richtig entschieden!

Rumpelstilzchen

21.11.2012, 10:18 Uhr

CO2 ist ein Treibhausgas - ohne den Treibhauseffekt läge die Durchschnittstemperatur der Erde bei -18°C, anstatt der tatsächlich gemessenen und berechenbaren +14°C. Das ist reine Thermodynamik! Erhöht sich der CO2-Gehalt der Atmosphäre, steigt diese Durchschnittstemperatur. Das läßt sich aufgrund von Bohrkernuntersuchungen im Grönlandeis nachweisen - wobei es natürliche Schwankungen des CO2-Gehalts gab und gibt (z.B. durch Vulkanismus) und in jüngster Zeit eben auch eine menschengemachte Erhöhung (Verbrennung fossiler Energieträger, 86 Millionen barrel Öl am Tag weltweit!). Es ist also Schwachsinn, von einer "Ökoreligion" zu reden. Mit unserer Atmosphäre - einer max. 4-5 km dicken bewohnbaren Zone - führen wir ein Experiment mit unbekanntem Ausgang durch! Wobei eine durchschnittliche Erwärmung lokal durchaus auch zu einer Abkühlung kommen könnte (z.B. in Europa, sollte sich der Golfstrom durch das Abschmelzen des arktischen Eises verlangsamen). Wir wären mehr als gut beraten, die Emission von Treibhausgasen so schnell und so gut wie möglich einzudämmen und abzubauen.

Die hasserfüllten Kommentare in diesem Forum gegen ein ökologisches - sprich nachhaltiges - Wirtschaften, dienen nur den Partikularinteressen von Leuten, die am schnellen fetten Reibach interessiert sind. Frei nach dem Motto "Nach mir die Sintflut"!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×