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20.01.2006

19:08 Uhr

Vorauswahl

Zehn Hochschulen können Elite-Universität werden

Zehn deutsche Hochschulen haben es in die engere Auswahl im Rennen um den Status "Elite-Universität" geschafft. Ihnen winkt eine Förderung in Milliardenhöhe. Die 13 durchgefallenen Universitäten müssen auf eine zweite Chance hoffen.

HB BONN. Die gemeinsame Kommission des Wissenschaftsrates und der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat sich in der Vorauswahl für die RWTH Aachen, die Universitäten Bremen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen und Würzburg entschieden. Ebenfalls im Rennen sind die Freie Universität Berlin sowie die Ludwig- Maximilians-Universität-München und Technische Universität München. Sie alle müssen nun einen ausführlichen Antrag einreichen.

Daneben wurde auch über die Förderung von Graduiertenschulen und Spitzenforschungszentren eine Vorauswahl getroffen. Insgesamt erhielten 36 Universitäten einen positiven Bescheid. Dazu zählten unter anderem die Humboldt-Universität Berlin und die Technische Universität Berlin.

Als Elite-Universitäten hatten sich 27 Hochschulen beworben. Für die beiden anderen Förderlinien gingen fast 300 Anträge ein. Die Begutachtung wurde von international besetzten Gutachtergruppen vorgenommen. Über die ausformulierten Anträge, die bis April einzureichen sind, soll von einem Bewilligungsausschuss am 13. Oktober 2006 - dort ist auch die Politik vertreten - endgültig entschieden werden. Die in der ersten Runde durchgefallene Forschungseinrichtungen und Universitäten können sich im April in einer zweiten Auswahlrunde noch einmal bewerben.

Mit dem insgesamt 1,9 Milliarden Euro umfassenden Bund-Länder- Programm (Exzellenzinitiative) sollen für fünf Jahre bis 2011 der Aufbau international anerkannter Spitzenforschungszentren an Universitäten, zusätzliche Graduierten-Kollegs für Nachwuchswissenschaftler sowie die Entwicklung von Elite- Universitäten gefördert werden. Der Bund trägt 75 Prozent der Kosten, die Länder steuern 25 Prozent bei.

Bundesforschungsministerin ist erste Gratulantin

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat den Gewinnern der ersten Runde im Wettbewerb um Fördermittel und den Titel Elite-Universität umgehend gratuliert. „Die Wissenschaft hat entschieden und die besten Konzepte ausgewählt. Jetzt geht es in die zweite und entscheidende Auswahlrunde“, erklärte die Ministerin am Freitag in Berlin.

Schavan erklärte: „Mit dem Wettbewerb fördern wir gezielt die Exzellenz. Vorhandene Stärken werden international sichtbar gemacht.“ Der Wettbewerb sporne die Universitäten an, Strategien für ihre Zukunft zu entwickeln. „Die zahlreichen und durchgehend auf hohem Niveau angesiedelten Bewerbungen zeigen das enorme Potenzial des Hochschulstandorts Deutschland.“

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