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15.06.2014

18:46 Uhr

Vorgänger verzichteten

Unmut über Gabriels Parteichef-Salär

In der SPD sind einige erstaunt, dass sich Sigmar Gabriel neben dem Ministeramt auch für den Parteivorsitz bezahlen lässt. Vorgänger hielten dies anders. Auch die Kanzlerin ist ehrenamtlich CDU-Chefin.

SPD-Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel: „Das trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei.“ dpa

SPD-Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel: „Das trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei.“

BerlinBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bezieht im Gegensatz zu seinen Kollegen von CDU und CSU ein zusätzliches Honorar für die Arbeit als Parteichef. „Sigmar Gabriel erhält in der laufenden Legislaturperiode eine steuerpflichtige Aufwandsentschädigung“, bestätigte ein SPD-Sprecher einen Bericht der „Bild am Sonntag“.

Von Januar bis März hatte Gabriel zunächst keine Vergütung mehr für die Arbeit als Vorsitzender bekommen. Derzeit gibt Gabriel auf der Seite des Bundestags als monatlichen SPD-Verdienst Stufe 1 an (1000 bis 3500 Euro). Parteikreisen zufolge handelt es sich um eine Summe unter 2000 Euro, auf Nachfrage wollte die Partei sie aber nicht nennen.

Ein Mitglied des Präsidiums äußerte in der „BamS“ anonym Kritik: „Es hat ziemliches Erstaunen hervorgerufen, dass sich Gabriel auch als Minister zusätzlich von der Partei bezahlen lässt. Das trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei.“ Vorgänger wie Franz Müntefering hatten auf eine zusätzliche Entlohnung verzichtet. Müntefering sagte dem Blatt: „Ich war in meiner Zeit als SPD-Vorsitzender immer Abgeordneter. Zum Teil war ich sogar Fraktionsvorsitzender und habe dafür einen Zuschlag bekommen. Ich fühlte mich also immer gut genug bezahlt.“

Die Parteilinke Hilde Mattheis forderte von Gabriel einen Verzicht auf das Geld aus der Parteikasse, so wie das auch frühere Vorsitzende mit Minister- oder Ministerpräsidentenamt gehalten hätten. „Es wäre der eigenen Partei vermittelbarer, wenn Sigmar Gabriel auf seine zusätzlichen Bezüge als SPD-Vorsitzender verzichtet. So hat er es ja auch von Januar bis März 2014 gehalten“, sagte Mattheis der „Welt“.

Kommentare (8)

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16.06.2014, 08:31 Uhr

Wenn’s ums Einsacken in die eigene Tasche und ums Ausgeben von Geld anderer Leute (sprich: das des Bürgers) ging, waren die Sozial"demokraten" noch nie besonders verlegen. Daß sie jetzt auch noch Düsseldorf als letzte Landeshauptstadt im Westen dazugewonnen haben, wird die Geldraushauer noch darin bestärken, daß sie alles richtig machen. Die Tatsache, daß die CDU seit ihrer Sozialdemokratisierung eben fast genau gleich tickt, macht die Politgemengelage nicht besser. Ich weiß schon, warum ich AfD wähle.

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16.06.2014, 10:30 Uhr

Na ja, über das armselige Rentenniveau, über die Deregulierungen in Finanzen + Arbeitsrecht, Aufnahme ungeeignete Länder für den EURO-Raum und die EU-Erweiterung,
die bekloppte mit Unvermögen verursachte "Energiewende", der kranke und perverse Lobbyismus die von der SPD geboren wurde, diese Zumutungen, die andere Ertragen müssen, d i e s e Entscheidungen fallen solchen "Volksvertretern" leicht !!!

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16.06.2014, 10:51 Uhr

Steuerzahlung UND Zahlungen in die Sozialkassen für jeden Arbeitnehmer sowie "Lieschen Müller".
Nur Steuerzahlung für alle anderen Einkunftsbezieher.
Damit ist die Relation von Brutto zu Netto ist doch längst "in Eimer".

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