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22.05.2014

01:48 Uhr

Vorjahr übertroffen

Hohe Beschäftigung treibt Steuereinnahmen an

Schätzungen zufolge könnten die Steuereinnahmen 2014 geringer ausfallen als zuvor. Noch zeichnet sich das nicht ab: Das Finanzministerium meldet weiter steigende Steuereinnahmen - doch der Bund profiziert davon kaum.

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BerlinDer Aufwärtstrend bei den Steuereinnahmen von Bund und Ländern hält an. Der Fiskus nahm im April 41,3 Milliarden Euro ein. Das waren nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Donnerstag 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Vor allem der Anstieg der Lohnsteuereinnahmen um 5,7 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro brachte dem Staat mehr ein. Nach Einschätzung der Beamten spiegeln sich darin die hohe Beschäftigung und die jüngsten Lohnsteigerungen wider. Die Einnahmen aus den Umsatzsteuern legten um 8,4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zu. Dies deutet auf einen auch weiter stabilen privaten Konsum hin.

In den ersten vier Monaten des Jahres nahm der Staat damit insgesamt bereits 181,4 Milliarden Euro ein. Das sind 3,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs liegt auf einer Linie mit den Erwartungen der Mai-Steuerschätzung für das Gesamtjahr 2014.

Der Bund allerdings profitiert vom gesamten Einnahmeplus des Staates nach wie vor weit weniger als Länder und Kommunen. Sein Aufkommen stieg im April nur um 0,4 Prozent. Ursache seien ein Minus bei reinen Bundessteuern sowie höhere Abführungen an die EU, heißt es.

Bund profitiert weniger von Steuern als Länder

Die Länder verbuchten ein Plus von 2,7 Prozent - auch durch die gute Entwicklung der reinen Ländersteuern. Die Einnahmen der Gemeinden aus gemeinschaftlichen Steuern stiegen - aufgrund des guten Ergebnisses bei der Lohn- und Einkommensteuer - um 7,1 Prozent.

Auch die Entwicklung der Steuereinnahmen verlief im April bei Bund und Ländern unterschiedlich. Während die Länder bei ihren eigenen Steuern einen Zuwachs um 13,4 Prozent verbuchten, kam der Bund bei seinen Steuern auf ein Minus von 2,6 Prozent. Die Steuereinnahmen können monatlich stark schwanken.

Für die weitere wirtschaftliche Entwicklung zeigte sich das Ministerium optimistisch. Nach dem starken Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal um 0,8 Prozent sei jedoch saisonbereinigt mit einer schwächeren Wachstumsrate im zweiten Vierteljahr zu rechnen.

Dies sei aber nur ein technischer Effekt: "Die konjunkturelle Grunddynamik bleibt deutlich aufwärtsgerichtet", heißt es im Monatsbericht des Ministeriums." Dafür spreche der zunehmende Optimismus der Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Auch die Konsumentenstimmung liege auf hohem Niveau.

Schätzungen zufolge sollen die Steuern in den nächsten Jahren zwar stärker steigen als erwartet, 2014 könnten sie aber geringer ausfallen.

Kommentare (4)

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22.05.2014, 08:46 Uhr

Sehr gute Nachrichten. Vielleicht reicht das Geld dann ja um den Berliner Flughafen zu Ende zu bauen.

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22.05.2014, 09:28 Uhr

WAS (und wer) die SteuerEINNAHMEN des Staates treibt, wissen wir alle. HOHE Steuern sind KEINE guten Nachrichten, egal was man uns weiß machen will. Es ist das erarbeitete Geld, das uns zur direkten Verfügung in der Brieftasche fehlt.

Account gelöscht!

22.05.2014, 10:07 Uhr

Hohe Steuereinnahmen und trotzdem wollen unsere Politiker die Steuern erhöhen buzw. neue einführen!

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