Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2013

19:19 Uhr

Vorstandstagung

Steinbrück und die Gefahr der Zwangsjacke

Wie viele Freiheiten bekommt Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in seinem Wahlkampf? Die Parteispitze findet die Debatte müßig – und freut sich stattdessen auf der Klausurtagung in Potsdam über die Ansage der Union.

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Kann er Soziale Gerechtigkeit? dpa

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Kann er Soziale Gerechtigkeit?

PotsdamAm Morgen kommt erstmal der Milliardär zur SPD. Doch Microsoft-Gründer Bill Gates geht es am Templiner See in Potsdam nicht um Anlagetipps für vermögende Sozialdemokraten. Der zweitreichste Mann der Welt will mit seiner Stiftung Impfprogramme in Afrika voranbringen - und kommt zur Vorstellung seiner Pläne zur SPD-Vorstandsklausur. SPD-Chef Sigmar Gabriel verspricht, nicht bei der Entwicklungshilfe zu sparen. Gates wiederum unterstützt die SPD beim Dringen auf eine Finanzmarktsteuer, damit mehr Geld in arme Länder gelenkt werde.

Doch abseits dieses netten Programmpunktes steht bei der Klausur am Montag ein weniger vermögender Mann im Fokus, der aber bei Vorträgen einen bemerkenswerten Marktwert vorweisen kann. Nach dem rot-grünen Erfolg in Niedersachsen kann Peer Steinbrück durchschnaufen. Aber wegen seiner nicht gerade starken Position spielt in Potsdam die Frage eine Rolle, ob die SPD ihren Kanzlerkandidaten mit einem linken Programm einmauert und ob Gabriel ihm im Wahlkampf weniger Freiheiten zubilligen könnte

Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier findet die Debatte müßig, ob Steinbrück das Thema soziale Gerechtigkeit glaubhaft verkörpern könne. „Wer ihn kennt, weiß, dass er nah dran ist“, sagt Steinmeier. Spekulationen über das Schattenkabinett lehnt er ab: „Das ist eine Selbstbeschäftigung der Medien.“ Gabriel ist da noch deutlicher, was die Steinbrück-Debatten anbelangt. „Ich halte dieses ganze Hobby-Freud-Gequatsche im deutschen Journalismus für Kokolores“, sagt er.

Die neue Zauberformel der SPD heißt: „Wahlkampf von unten“ – nicht weniger als fünf Millionen Hausbesuche hat sich die SPD für die heiße Phase ab August vorgenommen – auch Peer Steinbrück soll beim Bürger klingeln. Er versucht alle Zweifel zu zerstreuen, dass er das Thema soziale Gerechtigkeit nicht glaubhaft vertreten könne und nicht Herr des Verfahrens beim Wahlprogramm sei. „Fast sechs Millionen Menschen arbeiten für weniger als sechs Euro“, sagt er zum Abschluss der Klausur. Auch Suppenküchen will er nun besuchen.

„Der Zusammenhalt in dieser Gesellschaft ist gefährdet“, warnt er. Die SPD verweist in ihrer Potsdamer Erklärung darauf, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergehe. Steinbrück geht nun bis zur Verabschiedung des Wahlprogramms (14. April) auf Deutschlandtour. Er wolle seinen „Antennen-Apparat“ darauf ausrichten, was den Leuten unter den Nägeln brenne, umschreibt Steinbrück diese „Dialog-Phase“.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Radiputz

28.01.2013, 19:41 Uhr

Dass Merkel in der Tiefe ihres "Herzens" Sozialdemokratin und Genossin ist, dürfte ja langsam kein Geheimnis mehr sein.
Die nach links gerückte in weiten tTeilen schon sozialdemokratisierte Union hat gegen eine Koalition mit ihrer Kopie, die das Orginal ist, schon lange nichts mehr einzuwenden, Hauptsache der Chefsessel bleibt der ihrige.
Liberale, freiheitliche, selbstverantwortliche Gedankengänge und eine daraus folgende Politik sind auch inzwischen weiten Teilen der Union suspekt.
Die Interessenvertretung des Mittelstands sind in der Merkelunion unter den Tisch gefallen und kommen nur noch unter ferner liefen vor.
Wenn sich die Union darin gefällt Themenvorgaben des linken Lagers hinterher zu rennen, wird nicht sie im Sept. ernten sondern andere.

hasstnicht

28.01.2013, 20:49 Uhr

Du liebe Zeit. Noch weniger kann ein Artikel nicht sagen. Man kann einen Politiker eine frege stellen, er/sie redet dann auch aber worüber ein Politiker redet das sagt er nicht.

BRD.Hirn_sucht_Verstand

28.01.2013, 21:10 Uhr

„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt!“ Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin


Wo kann man eigentlich diese extreme Blödheit kaufen, um CDU GRÜNE SPD FDP LINKE CSU wählen zu können?"


GRÜNE+CDU+CSU+SPD+ FDP+LINKE hinken ihrer Zeit hinterher!
Ihre Zeit ist definitiv abgelaufen!
Das Problem, der deutsche Wähler!
Diese Schildbürger haben hat es trotz:

Es ist Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung zu stärken“ 03.02.2003 im Präsidium der CDU Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin

„…denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit…“ Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin

Wir sind dabei, das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen. Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich, ihn zu gehen. Wolfgang Schäuble, CDU und Bundesfinanzminister (Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.10.2011)

Die Abschaffung der Eidesformel „Zum Wohle des deutschen Volkes“ wird im NRW-Landtag einstimmig beschlossen. Arif Ünal Bündnis90/Die Grünen, Antragssteller

http://marc-doll.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51:negative-zitate&catid=41:buchtipp-zitate&Itemid=61

>>> „NICHTS KAPIERT!“ <<<

Bleibt meine Frage:
„Sind die Deutschen dauerbekifft, dauerbesoffen oder extrem dämlich?"

++++“Der Verachtete ausgeraubte Deutsche!"++++

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×