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02.10.2012

04:19 Uhr

Vortragsreisen

Seehofer stichelt gegen Steinbrück

CSU-Chef Horst Seehofer hat in einer Zeitung gegen den SPD-Kanzlerkandidaten ausgeteilt. Er fordert ihn auf, seine Nebeneinkünfte offenzulegen. Zudem macht er klar, warum Steinbrück für Merkel keine Gefahr darstelle.

CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) fordert von Peer Steinbrück Transparenz. dpa

CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) fordert von Peer Steinbrück Transparenz.

BerlinIn der Diskussion um die Nebeneinkünfte von Peer Steinbrück legt CSU-Chef Horst Seehofer dem SPD-Kanzlerkandidaten nahe, für Transparenz zu sorgen. "Für Nebeneinkünfte gibt es im Bundestag klare Regeln. Wer Transparenz von anderen, etwa von den Banken einfordert, muss sich daran messen lassen und darf sich auch nicht wundern, wenn sie von ihm persönlich eingefordert wird", sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung.

Mit Blick auf die Kandidatur Steinbrücks riet der bayerische Ministerpräsident die Union zur Gelassenheit. "Auch wenn es viele nicht glauben wollen: Sigmar Gabriel wäre für die Kanzlerin und die Union der wesentlich unangenehmere Gegner gewesen." Der SPD-Chef hätte "die Herzen kleiner Leute erreichen und die Partei mobilisieren" können - dies könne man über Steinbrück "wahrlich nicht sagen".

Der CSU-Vorsitzende widersprach dem Image Steinbrücks als "hartgesottenen, durchsetzungsfreudigen Sachpolitiker". Als früherer Verbraucherminister in der Großen Koalition habe er den damaligen Bundesfinanzminister Steinbrück eher als "pflegeleicht und konfliktscheu" wahrgenommen, sagte Seehofer.

Er sehe auch nicht die Gefahr, dass Steinbrück der Union bürgerliche Stimmen abnehmen werde. Die Mitte sei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überzeugend besetzt.

Von

dapd

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

02.10.2012, 05:00 Uhr


Horst Seehofer hat mal wieder seinen scharfen Verstand bewiesen und Herrn Steinbrücks Charakterzüge sowie seine Chancen im Wahlkampf sehr zutreffend analysiert.

emsch

02.10.2012, 06:33 Uhr

Und recht hat Horst Seehofer! Man müsste sich auch einmal darum kümmern od dieser HeRRR Steinbrück auch sein Nebeinkünfte in der Steuererklährung deklariert hat, oder vielleicht un?absichtlich vergesseb??!!!

KLIS

02.10.2012, 06:50 Uhr

Soweit ich weiss berechnet die Krankenkasse die Einkünfte dort wo man am meisten verdient. Wenn man also in seinem normalen job weniger verdient als in einer Nebentätigkeit gilt die Nebentätigkeit plötzlich als Haupterwerb. Ich frage mich wieso dann so einer noch als wählbar angesehen wird wenn seine Haupttätigkeit ganz woanders liegt? Wenn man meint man müsse als Redner für Banken mehr verdienen als Volksvertreter dann sollte man eben bei den Banken bleiben. Oder war das alles nur ein schachzug ihn zu demontieren, für mich ist das gelungen

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