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22.07.2012

17:36 Uhr

Vorwürfe gegen Geldhäuser

Zuspruch für Gabriels Anti-Banken-Papier

ExklusivSigmar Gabriel hat in seiner Partei Zustimmung zu seinem Anti-Banken-Thesenpapier erhalten. In dem Schreiben auf der Internetseite seiner Partei hatte der SPD-Chef schwere Vorwürfe gegen die Finanzindustrie erhoben.

Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel. dapd

Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel.

BerlinSPD-Fraktionsvize Joachim Poß verteidigte Gabriels Vorstoß. „Es ist eine prägnante Zusammenfassung, die die Enttäuschung vieler an der Finanzindustrie ausdrückt“, sagte Poß dem Handelsblatt. In bestimmten Führungsetagen herrsche weiterhin Ignoranz und eine vorkrisliche Mentalität. Es die Aufgabe des SPD-Vorsitzenden, „Positionslichter für die Partei zu setzen“, so der SPD-Finanzexperte. 

Gabriel hatte am Wochenende auf der Internetseite der SPD ein Thesenpapier präsentiert. Darin erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Finanzindustrie: Banken erpressten die Staaten, „bestellten“ nach riskanten Geschäften gewaltige Rettungspakete, zockten ihre Kunden ab und leisteten Beihilfe zur Steuerkriminalität.

Gabriels Thesenpapier zeige den notwendigen Handlungs- und Umsteuerungsbedarf auf, meinte der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs. Gesellschaft und der Staat müssten die „hemmungslose Selbstbedienungsmentalität einiger bekämpfen“, sagte der SPD-Haushaltsexperte dem Handelsblatt. Er betonte jedoch: „Es geht hier nicht um Wahlkampf gegen Banken, es geht hier darum Fehlentwicklungen zu korrigieren.“

Von

hea

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

22.07.2012, 18:41 Uhr

Gabriel erntet mal wieder Zuspruch von den Dummen, denn die Banken sind nur Sündenböcke!

Niemand ist ein größerer Heuchler als der Harzer Roller. Gabriel füttert zusammen mit Merkel, Schäuble und Trittin mit der einen Hand den insolventen Bankensektor Spaniens mit Milliarden aus den Taschen deutscher Arbeitnehmer und kleiner Selbständiger, verkauft das dann großspurig als Solidarität und mit der anderen Hand fuchtelt er wild und kündgt einen "Anti-Banken-Wahlkampf" an.

Der größte Witz dabei aber ist:

Am Euro-Desaster tragen die Politiker die Hauptschuld -und nicht die Banken. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion und hat die jetzige Krise durch eine 15 Jahre währende Fehlsteuerung der Kapitalflüsse in der Eurozone herbeigeführt. Bei der Eurokrise handelt es sich um eine ZAHLUNGSBILANZKRISE völlig maroder Volkswirtschaften. Die Bankenkrise in Spanien ist nur eine Facette dieser ZAHLUNGSBILANZKRISE.
Die Euro-Krise hat kausal rein gar nichts mit der Sub-Prime-Krise zu tun. An der Subprime-Krise haben die Banken die Hauptschuld getragen. An der Eurokrise nicht.

Die Banken habe natürlich genug Dreck am Stecken und eine strenge Regulierung und Teilabwicklung des Bankensektors ist weltweit notwendig- aber genau so notwendig wäre eine rasche Vollabwicklung solcher Schwachmaten und Versager wie Merkel, Schäuble, Gabriel und Trittin einschließlich ihrem dummen Gefolge.

Wer die wahren Ursachen für die Eurokrise erfahren will, wird in dieser exzellenten Analyse von Matthias Elbers "Das Euro-Desaster" fündig:

www.matthiaselbers.de

ein_Liberaler

22.07.2012, 18:41 Uhr

Gabriel hat dem EFSF zugestimmt, zur Bankenrettung oder? Und er hat nichts gegen den Aufkauf von wertlosen griechischen und anderen Staatsanleihen durch die EZB getan, oder? Und er hat dem ESM zugestimmt, oder? Und er hat der Griechenland- und der Spanienhilfe zugestimmt, sie teilweise sogar gefordert. Er kann sich jetzt anschauen, dass Griechenkland nach Ansicht des IWF trotz aller "Hilfe" weiterhin pleite ist. Er hat dem Steuerzahler in Deutschland und dem Wirtschaftsstandort einen Bärendienst erwiesen. Er hat alles getan, damit es den Milliar- dären dieser Welt gut geht und er ist Teil der von der Finanz- oligarchie eingekauften überparteilichen Gurkentruppe, die Deutschland in eine Bananenrepublik zurückentwickelt. Er hat in Brüssel keinerlei Einfluss, oder er macht ihn nicht geltend. Was soll dann ein solches Papier, außer den Wählern Sand in die Augen zu streuen? Die einzigen Banken, die schützenswert sind, sind Genossenschaftbanken. Den hier gibt es gewisses Mass an basisdemokratischer Kontrolle durch die Kunden = Genossen-schafter. Eine Genossenschaftsbank, die zur Weltfinanzkrise beigetragen hat, ist nicht bekannt. Also sollten das die einzigen Banken sein, die erlaubt sind.

N.Uechtern

22.07.2012, 18:55 Uhr

vergleichen sie mal die staatsverschuldung der euroländer vor nach der subprimne-krise mit ihren folgen für die realwirtschaft. nur ein beispiel: irland hatte eine bip-verschuldungsquote von gerade mal 25% vor diesem desaster.

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