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16.10.2015

15:00 Uhr

VW-Abgasmanipulationen

Dobrindt will Offenlegung von Motor-Software

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will als Reaktion auf die VW-Abgas-Affäre die Autobauer künftig verpflichten, ihre Motorelektronik-Software im Pkw-Zulassungsverfahren offenzulegen.

Bundesverkehrsminister Dobrindt will die Autobauer zu mehr Transparenz verpflichten. dpa

Volkswagen - Dieselmotor vom Typ EA189

Bundesverkehrsminister Dobrindt will die Autobauer zu mehr Transparenz verpflichten.

BerlinBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt plädiert angesichts der VW-Abgasmanipulationen dafür, dass die Autobauer künftig ihre Motorelektronik-Software im Pkw-Zulassungsverfahren offenlegen müssen. Wenn man auf europäische Ebene die Genehmigungsvorschriften überarbeite, dann sollte auch "das Erkennen und Verhindern" von unerlaubten Steuerungsmitteln berücksichtigt werden, sagte am Freitag ein Sprecher des CSU-Ministers in Berlin. Es gehe um einen Prozess auf europäischer Ebene. "Da muss im Rahmen dieser Diskussion (...) geprüft werden, ob die Offenlegung der Motorelektronik-Software Teil dieser Weiterentwicklung ist", fügte er hinzu.

Damit fließt der VW-Abgasskandal ein in eine schon länger laufende Debatte in der EU über eine Weiterentwicklung der Zulassungskriterien für Neuwagen. Volkswagen hatte über Jahre in Diesel-Fahrzeugen eine abschaltbare Software eingesetzt, um damit die Abgaswerte zu manipulieren und so Grenzwerte einzuhalten. Müssten die Autobauer künftig Motoren-Software bei den Zulassungsprüfern offenlegen, wäre solchen Manipulationen die Grundlage entzogen.

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rtr

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