Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2017

16:14 Uhr

VW und der Dieselskandal

Winterkorn sagt vor U-Ausschuss des Bundestags aus

VonDaniel Delhaes, Volker Votsmeier

Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zum VW-Dieselskandal steuert auf einen Höhepunkt zu: Am Donnerstag nächster Woche tritt Ex-Volkswagen-Chef Martin Winterkorn auf. Sein Kommen hat er jetzt zugesagt.

Es ist Winterkorns erster größerer öffentlicher Auftritt seit dem Rücktritt im September 2015. dpa

Martin Winterkorn

Es ist Winterkorns erster größerer öffentlicher Auftritt seit dem Rücktritt im September 2015.

BerlinEs ist Martin Winterkorns erster größerer öffentlicher Auftritt seit dem Rücktritt im September 2015. Damals hatte er eigene Fehler abgestritten. „Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin“, sagte er. Längst es aber klare Hinweise darauf, dass Winterkorn bereits am 27. Juli 2015 über die Abgasaffäre informiert wurde. Dazu werden ihn nun auch die Parlamentarier befragen wollen.

Abgas-Skandal in den USA: Das FBI attackiert die VW-Spitze

Abgas-Skandal in den USA

Premium Das FBI attackiert die VW-Spitze

Die amerikanischen Ermittler sind sich mittlerweile sicher, dass die deutsche VW-Konzernspitze in die Vertuschung des Dieselskandals involviert war. Sie wittern eine Wolfsburger Verschwörung.

Nach der Festnahme eines VW-Managers in den USA sei offenkundig, dass es Informationswege gab. „Da muss Herr Winterkorn erklären, warum er auch davon nichts wusste“, sagte der Ausschussvorsitzende Herbert Behrens (Linke) dem Handelsblatt. „Wir erhoffen uns Erklärungen wie das Betrugssystem im Wechselspiel mit der nicht vorhandenen Überwachung des Staates entstehen konnte“, sagte Oliver Krischer (Grüne).

Begleitet wird Martin Winterkorn von seinen Anwälten, Kersten von Schenck und Felix Dörr. „Unser Mandant wird selbstverständlich der Ladung des Untersuchungsausschuss folgen. In welchem Umfang er sich äußern wird, bleibt abzuwarten“, sagte Dörr dem Handelsblatt.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Wolfgang Trantow

12.01.2017, 11:09 Uhr

Herr Winterkorn braucht nicht aus zu sagen. Er muß nur alle Strafen persönlich bezahlen und zur Abschreckung ins Gefängnis.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×