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31.08.2012

12:13 Uhr

Wachsende Energiekosten

Brüderle erwägt Drosselung von Ökostrom-Ausbau

Der FDP-Fraktionschef hat sich offenbar mit Maßnahmen zur Drosselung des Ökostrom-Ausbaus beschäftigt. Brüderle erwägt unter anderem eine Sonderabgabe für Erzeuger erneuerbarer Energien und ein Moratorium.

FDP-Fraktionschef Brüderle will die wachsenden Energiekosten reduzieren. dapd

FDP-Fraktionschef Brüderle will die wachsenden Energiekosten reduzieren.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle erwägt angesichts wachsender Energiekosten drastische Maßnahmen zur Drosselung des Ökostrom-Ausbaus. Wie aus einem Reuters am Freitag vorliegenden Papier hervorgeht, zählt dazu ein Moratorium für die Errichtung neuer Windräder und Solaranlagen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz, bis der Ausbau der Energienetze umgesetzt ist. Zudem erwägt Brüderle, die Erzeuger erneuerbarer Energien an den Kosten des Netzausbaus zu beteiligen, etwa in Form einer Sonderabgabe.

Das Papier, aus dem zuvor „Spiegel Online" berichtet hatte, enthält mehrere Fragen Brüderles an die Fachleute seiner Fraktion sowie die Antworten darauf. Die Experten kommen darin zu dem Schluss, dass die Forderung nach einer Sonderabgabe naheliegend sei, um die Stromverbraucher mit den Kosten des Netzausbaus nicht noch zusätzlich zu belasten. Diese könne etwa unter der Bezeichnung „Nationales Sondervermögen Energiewende" erhoben werden. Bemessungsgrundlage einer solchen Abgabe könnten die Einnahmen der Anlagenbetreiber sein.

Zur Idee eines Moratoriums betonen die Experten, dieses könne nur künftige Anlagen betreffen. Bestehende oder genehmigte Anlagen stünden dagegen unter dem Schutz der einschlägigen Grundgesetzartikel.

Im Oktober wird die Umlage für alle Verbraucher für die Förderung von Strom aus Wind, Wasser oder Sonne für 2013 veröffentlicht. Es wird mit einem Anstieg auf über fünf von derzeit knapp 3,6 Cent pro Kilowattstunde gerechnet, was für den Durchschnittshaushalt einen Aufschlag von etwa fünf bis sechs Euro pro Monat auf den Strompreis bedeuten würde. Große Teile der Industrie sind dagegen von der Ökostrom-Umlage befreit.

Von

rtr

Kommentare (4)

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vandale

31.08.2012, 13:07 Uhr

Die genannten 3.6c/kWh EEG Abgabe für "Erneuerbare Energien" sind nur die Netto Kosten ohne Steuern, Marge, Vertriebskostenanteil, MwSt. In der EEG Umlage sind auch nicht alle Belastungen der ökologischen "Eneuerbaren Energien" erfasst. Schattenkraftwerke und Netzausbau werden an anderer Stelle belastet. Insgesamt kostet die Oekoreligion mit ihren religiös korrekten Formen der Stromerzeugung mittels mittelalterlicher Windmühlen, der Verbrennung von Lebensmitteln und Solarenergie den Verbraucher ca. 10c/kWh.

Die Subventionssätze für Wind- und Solarstrom liegen weit über den Kosten moderner thermischer Kraftwerke. Der erzeugte Strom ist als Zufallsstrom weitgehend wertlos. Eine jede neue Windmühle, oder Solardach erhöht die Subventionslast. Ein ungebremster Ausbau führt recht schnell zur Ueberforderung der Verbraucher. Insofern ist eine Begrenzung des Ausbaus im Interesse der Oekobranche.

Moderne Energieträger wie Oel, Benzin, Erdgas und ggf. die Brennlementsteuer, werden intensiv besteuert. Eine Steuer auf ökoreligiöse Energie ist nicht neu. Die CSR hat rückwirkende Steuern auf die Solarstromerzeugung eingeführt. Damit werden diejenigen die ihre Mitmenschen mit wertlosen umweltschädlichen Strom abkassieren um einen Teil ihres unredlichen Ertrags gebracht. Eine sehr gute Idee!

Vandale

Charly

31.08.2012, 13:31 Uhr

Kann das HB nicht mal ermitteln wieviel die FDP von der Monopol-Stromwirtschaft an Spenden erhalten hat?, Die Hotels haben es ja vorgemacht. Das Verfahren scheint trotz Kritik immer mehr in Mode zu kommen.

P.S. Wer die etablierten Parteien wählt ist Mittäter !

Account gelöscht!

31.08.2012, 14:08 Uhr

Der Populist Gabriel wird gerade nach hinten durchgereicht , ihr text ist auch Populistisch !
Überzeugen sie uns mit Argumenten und fakten , mit tatsächlich durchführbaren Projekten , die auf Herz und Nieren durchkalkuliert sind . Visionen sollten sie den Gurus überlassen !

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