Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.12.2013

11:35 Uhr

Waffendeal

Israel will deutsche Raketenschnellbooten

Die israelische Marine ist an Raketenschnellbooten aus Deutschland interessiert. Mit den Booten sollen Offshore-Anlagen zur Gasförderung im Mittelmeer geschützt werden. Deutschland übernimmt einen Teil der Kosten.

Das erste von drei in Deutschland gebauten U-Booten der israelischen Marine, die „INS Dolphin“, ist im Juli 1999 in den Heimathafen Haifa eingelaufen. Israel ist an deutschen Raketenschnellbooten interessiert. dpa

Das erste von drei in Deutschland gebauten U-Booten der israelischen Marine, die „INS Dolphin“, ist im Juli 1999 in den Heimathafen Haifa eingelaufen. Israel ist an deutschen Raketenschnellbooten interessiert.

Tel AvivDie israelische Marine ist nach einem Bericht der Zeitung „Haaretz“ am Kauf von drei bis vier modernen Raketenschnellbooten aus Deutschland interessiert. Sie sollten zum Schutz von Offshore-Anlagen zur Gasförderung im Mittelmeer eingesetzt werden, berichtete die Zeitung am Freitag weiter. Der Auftrag, an dem auch Werften aus Südkorea und den USA Interesse bekundet hätten, habe ein Gesamtvolumen von etwa einer Milliarde Euro. Eine ungenannte Werft aus Deutschland und Schiffsbauer aus den beiden anderen Ländern hätten bereits Kostenvoranschläge unterbreitet. Eine offizielle Bestätigung gab es für den Bericht zunächst nicht.

Israel hat bereits sechs U-Boote von der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel gekauft. Nach unbestätigten Medienberichten könnten sie von Israel nachträglich mit Atomwaffen bestückt werden. Deutschland habe bei den U-Booten etwa ein Drittel der Kosten als Ausdruck seiner besonderen Verantwortung für die Sicherheit Israels übernommen, betonte die Zeitung. Ob Israel eine solche Regelung auch bei einem möglichen Kauf der Schnellboote anstrebe, blieb offen. Die Bundesregierung habe bisher noch nicht auf das von Israel bekundete Kaufinteresse geantwortet.

Trotz Siedlungsstreits: Israel erhält EU-Forschungsgeld

Trotz Siedlungsstreits

Israel erhält EU-Forschungsgeld

Die EU kritisiert zwar die Siedlungspolitik Israels, will dem Staat aber weiterhin Forschungsgelder bereitstellen. Um Missbrauch zu vermeiden, hat die Union einen Kontrollmechanismus eingeführt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×