Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.09.2016

00:49 Uhr

Wahl 2017

Gysi kandidiert erneut für den Bundestag

Vor rund einem Jahr hatte Gregor Gysi sich aus dem Fraktionsvorsitz der Linken verabschiedet. Nun meint er, der Protest gegen Angela Merkel müsse „in die richtigen Bahnen“ gelenkt werden – und will dabei helfen.

Der Linken-Politiker Gregor Gysi beim Abschluss-Wahlkampf seiner Partei in in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern). dpa

Gregor Gysi

Der Linken-Politiker Gregor Gysi beim Abschluss-Wahlkampf seiner Partei in in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).

BerlinDer langjährige Linken-Fraktionschef Gregor Gysi will 2017 erneut für den Bundestag kandidieren. Er habe diese Entscheidung „nach reiflicher Überlegung“ getroffen und komme damit „Bitten und Signalen“ vor allem aus seinem Wahlkreis nach, sagte der 68-Jährige dem „Berliner Kurier“ (Donnerstag).

Auf einen Platz auf der Berliner Landesliste wolle er verzichten und nur als Direktkandidat im Bezirk Treptow-Köpenick antreten. Diesen hatte Gysi mehrfach direkt gewonnen - zuletzt 2013 mit 42,2 Prozent der Erststimmen.

SPD, Linke und Grüne: Rot-Rot-Grün im Bund wird zur Möglichkeit

SPD, Linke und Grüne

Rot-Rot-Grün im Bund wird zur Möglichkeit

Auf Landesebene sind rot-rot-grüne Bündnisse kein Tabu, doch in der Bundesregierung wäre das ein Novum: Führende Politiker von SPD und Linken zeigen sich offen für eine Koalition – wenn auch nicht bedingungslos.

Gysi machte sich erneut für Rot-Rot-Grün als Alternative zur Union stark. „Angela Merkel hat Europa entsolidarisiert wie kein Kanzler zuvor. Die CDU/CSU muss in die Opposition, auch damit sie die AfD überflüssig machen kann“, sagte Gysi dem Blatt.

Die Linke müsse „noch mehr Verantwortung übernehmen“. „Der Protest gegen Merkel muss in die richtigen Bahnen, damit sich endlich etwas positiv entwickelt im Land.“

Nach zehn Jahren an der Fraktionsspitze hatte Gysi im Juni 2015 auf dem Linken-Parteitag in Bielefeld seinen Rückzug angekündigt. Seit Oktober 2015 wird die Bundestagsfraktion in einer Doppelspitze von Sahra Wagenknecht, der Wortführerin des linken Flügels, und dem Reformer Dietmar Bartsch geführt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×