Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.03.2011

20:26 Uhr

Wahlanalyse

Deutlicher Denkzettel für Schwarz-Gelb

Größter Verlierer der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die FDP. Sie scheitert an der Fünfprozenthürde. Doch die prozentual größten Verluste muss die stärkste Partei des Landes, die CDU, hinnehmen. Eine Analyse.

Der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff. Quelle: dapd

Der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff.

BerlinFür Union und FDP ist der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein dramatisches Vorzeichen. Hatten beide Parteien am Sonntag auf einen Auftrieb für die kommenden Urnengänge in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gehofft, wurde ihnen von den Wählern ein deutlicher Denkzettel verpasst. Klare Sieger sind die Grünen, die jetzt darauf setzen, nach dem 27. März in Stuttgart den bundesweit ersten Ministerpräsidenten stellen zu können.

Auch wenn topaktuelle Themen wie die Atomdebatte nach der Katastrophe in Japan für die Wähler im Land nur eine untergeordnete Rolle spielten, gilt das Ergebnis als Signal für die auch bundespolitisch wichtige Wahl in Baden-Württemberg, wo CDU und FDP die Regierung stellen. Für die Liberalen ist das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ein Desaster. Der CDU-Führung dürften die eigenen Stimmeneinbußen zu denken geben. Sozialdemokraten und Grüne sehen hingegen nach Worten des SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier eine „echte Chance“, die Regierung in Baden-Württemberg abzulösen.

Führende Unions-Politiker gaben sich am Wahlabend dennoch demonstrativ gelassen. Immerhin bleiben sie trotz der Stimmverluste stärkste Kraft und damit vermutlich auch an der Regierung in Magdeburg. Doch gerade die CDU hätte Rückenwind dringend gebraucht.

So ging vor einem Monat die Hamburg-Wahl für die bis dahin regierende CDU krachend verloren. Dann stolperte Kabinettsliebling Karl-Theodor zu Guttenberg über die Plagiatsaffäre. Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel lange an dem CSU-Star festgehalten und lapidar bemerkt hatte, sie habe keinen Doktor, sondern einen Politiker berufen, verprellte die CDU-Chefin Wertkonservative in ihrer Partei, die Werte wie Ehrlichkeit und Anstand hochhalten.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

KFR

20.03.2011, 23:30 Uhr

Entschuldigung, wie kann es sein, dass ich manche Namen aus SAA noch nie bewusst gehört habe ??

Fallbeil

21.03.2011, 11:53 Uhr

Wähler von BW u.RP zeigt den Schwarz-Gelben die rote Karte
Merkel u. Ww regieren gegen den Normalbürger.Jagt Rösler
aus dem Amt .Diesem Lobbyist haben wir die hohen
Zuatzbeiträge (G-Reform)zu verdanken .Aus wahltaktischen
Gründen kommt der nächste Hammer von Rösler nach den
Wahlen -die Reform der Pflegeversicherung .
Hohe Beiträge u.Entlastung der Arbeitgeber sind schon im
Sack .Die Rentner werden weiter in die Altersarmut
getrieben .
Schluss mit der Merkel-Diktatur u. echte soziale Demokratie
für das Volk .
Schluss mit EU u. EURO Wahnsinn !!!

Account gelöscht!

21.03.2011, 16:19 Uhr

was mich bei der Wahl viel mehr besorgt macht, als dass da die CDU oder FDP ein paar Pünktchen verloren haben, ist, dass West und Ost offenbar immer noch geteilt ist politisch.
Wer mit solchen Ergebnissen immer noch die alte SED wählt, der ist nach wie vor in der DDR verhaftet
Das sollte uns besrgt machen

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×