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10.09.2013

17:01 Uhr

„Wahlarena“

Angela Merkel verärgert Homosexuelle

Angela Merkel stand in der ARD-Sendung „Wahlarena“ Rede und Antwort. Ihre Äußerungen über das Adoptionsrecht für Homosexuelle stieß dabei auf Unverständnis. Die SPD und der Lesben- und Schwulenverband zeigen sich empört.

Angela Merkel in der ARD-Sendung „Wahlarena“. dpa

Angela Merkel in der ARD-Sendung „Wahlarena“.

BerlinDie SPD und der Lesben- und Schwulen-Bundesverband haben empört auf Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum eingeschränkten Adoptionsrecht für Homosexuelle reagiert. SPD- Generalsekretärin Andrea Nahles warf Merkel am Dienstag in Berlin eine Diskriminierung von Lesben und Schwulen vor. Merkel habe am Montagabend in der ARD-Sendung „Wahlarena“ „völlig argumentationsfrei ihre persönlichen Vorurteile offenbart“, meinte Nahles.

In der Sendung mit 150 Wählern, die die Kanzlerin direkt befragen konnten, hatte ein bekennender Homosexueller Merkel mit der Ablehnung der vollen Gleichstellung von Homo-Paaren bei Adoptionen durch ihre CDU konfrontiert. Merkel antwortete: „Ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass ich mich schwertue mit der kompletten Gleichstellung (...) Ich bin unsicher, was das Kindeswohl anbelangt.“ Sie wolle das sagen dürfen, ohne damit Menschen diskriminieren zu wollen. Der Mann entgegnete, auch ihm und seinem Partner gehe es um das Kindeswohl.

Nahles sagte, das Bundesverfassungsgericht habe die Regierung sechsmal in Folge in der Frage der Gleichberechtigung korrigiert. Die SPD ist für die Ehe von Homosexuellen mit voller Gleichstellung beim Adoptionsrecht und beim Steuerrecht.

Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Axel Hochrein, erklärte: „Die Kanzlerin konnte in der ARD-Wahlarena für ihre Ablehnung des Adoptionsrechtes für gleichgeschlechtliche Paare kein einziges Argument nennen, außer dass sie sich bei dem Thema persönlich schwertue.“ Er verwies auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach Unterschiede zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft, die die ungleiche Ausgestaltung der Adoptionsmöglichkeiten rechtfertigen könnten, nicht bestünden. Maßstab sei die Verfassung und nicht ein persönliches Bauchgefühl.

Von

dpa

Kommentare (18)

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Angela-Wendehals

10.09.2013, 17:16 Uhr

angela Wendehals hat auch die deutsche Wirtschaft verärgert, denn nach STASI Methosen hat sie unsere Wirtachaftspatente den amerikanischewn Feinden zur Auswertung übergeben.

das ist Mein-Eid

tommy

10.09.2013, 17:22 Uhr

Haben normale Familien eigentlich auch einen Verband??? Warum wird eine Minderheit in unserem Land immer wieder vornan gestellt? Die Frage sei erlaubt!

Lutz

10.09.2013, 17:28 Uhr

Angela Merkel ist ein Relikt aus einer vergangenen Epoche.

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