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01.04.2012

11:14 Uhr

Wahlkampf

Kubicki sieht Lindner als künftigen FDP-Chef

Wolfgang Kubicki, Hoffnung der FDP in Schleswig-Holstein, stärkt Parteikollege Christian Lindner den Rücken und sieht in ihm den künftigen Bundesvorsitzenden. An Wahlsiegen im Norden und in NRW zweifelt er nicht.

Wolfgang Kubicki (rechts) sieht in seinem Parteikollegen Christian Lindner den künftigen Bundesvorsitzenden der FDP. dpa

Wolfgang Kubicki (rechts) sieht in seinem Parteikollegen Christian Lindner den künftigen Bundesvorsitzenden der FDP.

KielDer schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sieht in Christian Lindner den künftigen Bundesvorsitzenden der Liberalen. „Er weiß selbst, dass dies im Prinzip irgendwann auf ihn zulaufen wird“, sagte Kubicki mit Blick auf den früheren FDP-Generalsekretär, den die NRW-Liberalen an diesem Sonntag zu ihrem Spitzenkandidaten wählen wollen.

Er sehe in der Bundespartei niemanden mit vergleichbar großem Potenzial, sagte Kubicki im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Zunächst müsse der 33-jährige Lindner aber nach einem Wahlerfolg in NRW den Leistungsnachweis erbringen, im Parlament und möglicherweise auch in der Regierung etwas zu bewegen, was die FDP stabilisiert und voranbringt. Er denke, Lindner werde die kommende Legislaturperiode komplett in Nordrhein-Westfalen absolvieren.

Dem derzeitigen Parteichef Philipp Rösler wünschte Kubicki, er möge durch FDP-Erfolge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen die Souveränität und Lockerheit zurückgewinnen, die er in den vergangenen Monaten verloren habe. „Das wünsche ich ihm und der Partei insgesamt.“

Kubicki zeigte sich zuversichtlich, dass die krisengeschüttelte FDP bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein (6. Mai) und Nordrhein-Westfalen (13. Mai) die Trendwende schafft. „Mit den beiden anstehenden Wahlen wird die Kehrtwende eingeleitet.“ Anschließend müsse es zu einer inhaltlichen Korrektur des FDP-Kurses auf Bundesebene kommen.

Es müsse darum gehen, die Partei stärker sozial auszurichten, sagte Kubicki, der die Nord-FDP als Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 6. Mai führt. „Auf Bundesebene kommuniziert meine Partei die soziale Komponente momentan suboptimal, zu abstrakt, ohne den Menschen anhand konkreter Beispiele begreifbar zu machen, was es bedeutet, sich frei entscheiden zu können.“

Zu den Wahlchancen im Norden meinte der Spitzenkandidat: „6,5 bis neun Prozent können wir erreichen.“ In der jüngsten Umfrage lag die FDP bei vier Prozent. Auch in NRW müssen die Liberalen um den Einzug in den Landtag bangen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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DERRichter

01.04.2012, 12:42 Uhr

Lindner hat kein Potential. Er ist durch seine vielen Niederlagen bei der Führung von Unternehmen nur als Loser
ausgewiesen. Es wird ihm nicht dauerhaft gelingen, dies mit seinem Maulheldentum zu kaschieren. Wir werden es sehen. Erst werden die Nordhein-Westfalen für die Schlachtung der Schlecker Frauen und für Lindners substanzloses Maulheldentum an der Wahlurne Rache nehmen und kraftvoll FDP Blut einfordern. Dann wird der ähnlich
selbstverliebte Maulheld Kubicki in Schleswig-Holstein fällig sein. Die FDP ist die Partei der -wenn es mit eigener Unternehmensführung konkret wird- wirtschaftlichen Inkompetenz, neoliberalen Kaltherzigkeit und der Fahrerflüchtlinge und Plagiateure. Leute mit dem Ludergeruch der FDP-Zugehörigkeit haben uns von Euro Einführung bis zu Finbanz- und Wirtschaftskrisen das ganze Unglück der letzten 15 Jahre eingebracht, um sich dann
über die Opfer ihrer Politik die Seele aus dem Leib zu lästern. Dies werden die Menschen nicht so schnell vergessen und die FDP deshalb in brutalst möglicher Weise an der Wahlurne schlachten.

roterkaufmann

01.04.2012, 13:18 Uhr

ausgrechnet herr lindner soll das insolvente unternehmen fdp führen? wenn er es genau so gut führt wie seine eigene firma moomax, die in 18 monaten rund 2 millionen kfw-kredite in den sand gesetzt hat, bleibt die fdp in der todeszone.
für die schleckerfrauen gab es keine kfw-millionen. aber für die eigenen firmen sind staatliche eingriffe schon okay. ansonsten natürlich kommunismus...
marktwirtschaft kennen diese herren nur vom hörensagen...

Nacael

01.04.2012, 13:27 Uhr

Wenn Wolfgang Kubicki meint "Es müsse darum gehen, die Partei stärker sozial auszurichten", hat es die FDP immer noch nicht verstanden.
Diese Themen sind den von den Linken, den Grünen, der SPD und auch der CDU belegt. Relativ neu hinzu kommen jetzt auch noch die Piraten - nur eine weitere Linkspartei, die auch dies und jenes subventionieren möchte.
Wenn die FDP sich nicht endlich liberal und marktwirtschaftlich ausrichtet, ist sie in der Tat unnötig geworden.

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