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01.02.2013

15:25 Uhr

Wahlkampf

Linke für eine 75-prozentige Millionärssteuer

Die Parteien wollen im Wahlkampf Gerechtigkeit thematisieren. Laut SPD und Grünen soll Umverteilung von unten nach oben umgekehrt werden. Die Linke will den Reichen besonders stark ans Portemonnaie.

Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, fordert einen festen Spitzensteuersatz. dpa

Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, fordert einen festen Spitzensteuersatz.

BerlinDie Linke will Millioneneinkommen mit 75 Prozent versteuern. Das stellte Parteichefin Katja Kipping am Freitag in Berlin klar. Sie wies damit einen Bericht zurück, nach dem Jahreseinkommen ab einer halben Million Euro zu 100 Prozent besteuert werden sollen.

Kipping sagte, es solle nach den Vorstellungen der Linken für die Bundestagswahl wieder einen Spitzensteuersatz wie unter Helmut Kohl geben, also von 53 Prozent. Zudem wolle die Linke in ihrem Programm vorschlagen, „dass es für jeden Euro, den einer oberhalb von einer Millionen Euro verdient, eine 75-prozentige Millionärssteuer gibt“.

„In Krise sind die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher geworden“, sagte Kipping. Laut „Mitteldeutscher Zeitung“ (Online-Ausgabe) heißt es in einem Programmentwurf: „Wir schlagen vor, dass niemand mehr als 40 Mal so viel verdienen sollte wie das gesellschaftliche Minimum - bei der derzeitigen Verteilung wären das immer noch 40.000 Euro im Monat.“

Der Co-Vorsitzende Bernd Riexinger sagte der Zeitung: „2013 wird ein Umverteilungswahlkampf.“ Das Geld der Superreichen werde gebraucht, um soziale Aufgaben und Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. „Wir wollen einen zivilen Aufstand gegen die Anhäufung von Riesenreichtümern in den Händen weniger“, sagte Riexinger.


Von

dpa

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

01.02.2013, 15:49 Uhr

Das Ganze erinnert an die "Sauce Hollandaise" in Frankreich. Bleibt zu hoffen, daß dieser altbekannte sozialistische Blödsinn bei unserem Nachbarn noch VOR der Bundestagswahl für ALLE sichtbar scheitert. Nicht wegen der betroffenen Reichen, sondern wegen uns allen.

"A socialist eventually runs out of other people's money" -Margaret Thatcher

"Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen." Konrad Adenauer

Hans

01.02.2013, 15:56 Uhr

"Nicht wegen der betroffenen Reichen, sondern wegen uns allen."-Na der Witz ist gut!
Können Sie bitte sagen, wo Sie Ihre Aussage hernehmen und noch besser, können Sie Aussage auch begründen?

whisky

01.02.2013, 16:09 Uhr

Zurück zu den Steuern zu Zeiten der CDU/CSU/FDP-Regierung Kohl. Nicht schlecht.
Spitzensteuersatz + 10%,
Spitzensteuersatz für Kapitalerträge + 28% (Abschaffung Quellensteuer)
Wiedereinführung Vermögenssteuer
Anhebung der Erbschaftssteuern
Erhöhung der Körperschaftssteuern u.a.

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