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19.01.2013

18:34 Uhr

Wahlkampf Niedersachsen

Parteien buhlen um knappe Mehrheit

Hart umkämpfter Endspurt im niedersächsischen Wahlkampf: Auch kurz vor dem entscheidenden Urnengang zeichnet sich kein Sieger zwischen CDU und SPD ab. Die Sozialdemokraten ließen sogar ihren Kanzlerkandidaten auflaufen.

Kämpfen mit Kanzlerkandidat: Steinbrück wirbt für Weil. dapd

Kämpfen mit Kanzlerkandidat: Steinbrück wirbt für Weil.

HannoverEndspurt vor einer der wohl dramatischsten Landtagswahlen seit langem: Angesichts eines Kopf-an-Kopf-Rennens in Niedersachsen haben die Parteien auch am Samstag noch einmal die Werbetrommel gerührt. Ministerpräsident David McAllister (CDU) kämpfte in Hannover gemeinsam mit dem FDP-Spitzenkandidaten Stefan Birkner um Wählerstimmen, SPD-Herausforderer Stephan Weil verteilte an einem Einkaufszentrum der Landeshauptstadt rote Rosen, frische Brötchen und chinesische Glückskekse. Und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück betrieb Straßenwahlkampf in Barsinghausen.

Wegen der großen bundespolitischen Bedeutung der Entscheidung an diesem Sonntag und vieler unentschlossener Wähler machten die Politiker Wahlkampf bis zur letzten Minute. In der letzten Umfrage vor der Wahl lagen Rot-Grün und Schwarz-Gelb praktisch gleichauf. 6,1 Millionen Menschen sind an diesem Sonntag zur Wahl aufgerufen. Sollte Rot-Grün tatsächlich den Wechsel schaffen, würde sich auch ein neues Machtverhältnis im Bundesrat ergeben, in dem SPD und Grüne dann eine gestalterische Mehrheit hätten. Die Wahl gilt auch als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst.

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Geht man nach den Umfragen, kann CDU-Spitzenkandidat David McAllister gar nicht mehr gewinnen.

Die SPD warb am Samstag um die Anhänger von Linken und Piraten, die den Umfragen zufolge nicht in den Landtag von Hannover kommen werden. „Wer Studiengebühren abschaffen, Mietwucher bekämpfen und für Steuergerechtigkeit sorgen will, darf seine Stimme nicht an Linke oder Piraten verschenken“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, der „Welt am Sonntag“. „Nur wenn Stephan Weil und die SPD eine handlungsfähige Mehrheit bekommen, wird es in Niedersachsen einen Aufbruch zu mehr sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Vernunft geben.“

Für den parteiintern massiv unter Druck stehenden FDP-Chef Philipp Rösler könnte der Urnengang in Niedersachsen zur Schicksalswahl werden, denn die Partei muss um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Nachdem sich FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle am Freitag für einen vorgezogenen Parteitag ausgesprochen hatte, hielt sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am Samstag demonstrativ in der Personaldebatte zurück. Personalfragen müssten im Bundesvorstand beraten werden, sagte sie in Benediktbeuern.

Kommentare (28)

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Vicario

19.01.2013, 18:52 Uhr

"Schröder glaubt an Wechsel"

Mit Engagement der Bürger wäre ein Wechsel möglich : mit Abwahl der Nomenklatura-Parteien SPD,CDU,FDP,GRÜNE,LINKE wären Weichen gestellt für eine Erneuerung der Parteienlandschaft in Deutschland !
Zur Wahl gehen ( wer nicht oder ungültig wählt, der wählt automatisch die verfilzten Großparteien ) und Alternativ-Wählen !!!
Es gibt richtige ALTERNATIVEN :

Für Linksorientierte : DIE PIRATEN, die frisches Blut in die Landschaft bringen !

Für Bürgerliche : DIE FREIEN WÄHLER, die wissen, wie man den Filz austreibt !

armedjihad@dynip.name

19.01.2013, 19:05 Uhr

Ich halte nichts von Windenergie und Wasserkfarft weil durch Turbinen und Rotoren Vögel und Fische zu Tode kommen. Und Solarstrom ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Fensterputzer also Taubenkot-Beseitigungsindustrie.

Ich will den guten Atomstrom aus der Ukraine!

Aber eine der Terroristen-Verschwörungen die ist wirklich wahr. Und das ist nämlich, daß isalmische Terroristen Väter Kleinflugzeuge auf Chemiwerke stürzen um eine C-Waffe herzustellen.

Das mit den Passagierflugzeug-Kamikaze Atommeilern ist Unsinn.

Aber schonmal was von CHEMTRAILS gehört?

Reinhard

19.01.2013, 19:18 Uhr

Ob die Piraten eine Alternative zu den etablierten Parteien darstellen, ist eine arg oberflächliche Betrachtungsweise. Seit wann ist ein wilder Haufen jemals eine Alternative gewesen? Die sogenannten Freien Wähler sind, so meine ich, gleichfalls keine Alternative, da diese Gruppe innerlich über den einzuschlagenen Weg zerstritten ist. Die FW fallen um, sobald sie hart angefaßt werden. Was unser Land dringend benötigt, dass ist eine Partei, die vielleicht schon besteht, die unbeirrbar kämpft für den Rechtsstaat, die Werte des GG und damit für das deutsche Volk.

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