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16.03.2006

09:16 Uhr

Wahlkampfgetöse

Bullerjahn wirft Böhmer „Feigheit“ vor

Verbalattacke im Wahlkampf: Der SPD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, hat dem Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer (CDU) vorgeworfen, der politischen Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen. Böhmer sei "feige und abgehoben".

Der SPD-Fraktionschef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn. Hinten: CDU-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer. Foto: dpa

Der SPD-Fraktionschef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn. Hinten: CDU-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer. Foto: dpa

HB MAGDEBURG. "Dieser Wahlkampf ist schon sehr merkwürdig. Die CDU hat die eindeutige Strategie Böhmer. Und Böhmer hat die Strategie "Ich finde nicht statt"", sagte Bullerjahn in Magdeburg. Böhmer habe an vielen Diskussionsrunden mit den Spitzenkandidaten nicht teilgenommen, kritisierte der SPD-Fraktionschef.

"Das ist eine Mischung zwischen Abgehobenheit und Feigheit." Denn für viele Menschen werde der Wahlkampf erst dann interessant, wenn die Spitzenkandidaten direkt aufeinander treffen. Die fehlende politische Auseinandersetzung könne dazu führen, dass viele Wähler am 26. März nicht ihre Stimme abgeben werden. Die SPD liegt in aktuellen Umfragen deutlich hinter der CDU zurück.

Bullerjahn bekräftigte, dass er nach der Landtagswahl die Bildung einer großen Koalition anstrebe. "Es gibt die ausgestreckte Hand." Er bleibe dabei, dass ein rot-rotes Bündnis in Magdeburg - unter anderem wegen des Umgangs der Linkspartei mit der Arbeitsmarktreform Hartz IV - für die SPD nicht in Frage komme: "Da ist aus unserer Sicht alles gesagt. Und man kann sich drauf verlassen, was die SPD und Jens Bullerjahn sagen. Das ist eine klare Ansage."

Der FDP warf Bullerjahn vor, im Wahlkampf mit "Diffamierungen" zu arbeiten. Dabei habe die CDU/FDP-Landesregierung in dieser Legislaturperiode mehr Schulden gemacht als die von der PDS tolerierte SPD-Regierung von 1998 bis 2002. "Wir haben nicht weniger Arbeitslosigkeit, sondern genau so viel wie vorher. Bei CDU und FDP findet überhaupt keine Debatte darüber statt, was sie in Zukunft eigentlich machen wollen."

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