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23.10.2012

07:04 Uhr

Wahlschlappe in Stuttgart

CDU streitet nach OB-Wahl um Modernisierung

Die CDU hadert mit ihrer Schwäche in Großstädten. Bei der OB-Wahl in Stuttgart setzte sie ihre Pleitenserie fort. Innerhalb der Partei gibt es verschiedene Auffassungen über das weitere Vorgehen.

Klarer Verlierer der OB-Wahl am Sonntag: Der von der CDU nominierte, parteilose Werbeunternehmer Sebastian Turner. dpa

Klarer Verlierer der OB-Wahl am Sonntag: Der von der CDU nominierte, parteilose Werbeunternehmer Sebastian Turner.

StuttgartNach der verlorenen OB-Wahl in Stuttgart ist in der CDU ein Streit über eine Modernisierung der Partei ausgebrochen. Der frühere Generalsekretär Heiner Geißler forderte eine grundlegende Erneuerung und Ausrichtung der Partei auf die Linie ihrer Vorsitzenden und Kanzlerin Angela Merkel. „Der Kurs von Angela Merkel, die CDU als eine moderne Volkspartei zu präsentieren, ist absolut richtig“, sagte Geißler den „Ruhr Nachrichten“ (Dienstag). Aber: „Es gibt immer noch zu viele konservativ-neoliberale Kräfte, die altmodischen Positionen nachhängen.“

Niederlage in Stuttgart: Wähler vertreiben Union aus den Großstädten

Niederlage in Stuttgart

Wähler vertreiben Union aus den Großstädten

Die Union verliert den Anschluss in den deutschen Metropolen. In Stuttgart wurde der Unions-Kandidat von einem Grünen überflügelt. Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl muss die CDU dringend über ihr Profil nachdenken.

Auch der Stuttgarter CDU-Fraktionschef Peter Hauk bemängelte: „Die CDU wird zu stark mit einem konservativen Profil verbunden.“ Um Wähler in Großstädten wieder besser zu erreichen, müsse die Union viel mehr auf den gesellschaftlichen Wandel eingehen. „Die CDU muss endlich die Wandlung zur Volkspartei des 21. Jahrhunderts vollziehen“, sagte Hauk der Nachrichtenagentur dpa.

Dagegen warnte der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach seine Partei davor, sich bei den Grünen-Wählern anzubiedern. „Die Union wäre gut beraten, nach dem Ergebnis in Stuttgart keine grünen Fantasien zu pflegen“, sagte er den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag). „Die Bürger wählen das Original, nicht das Plagiat.“ Die Union müsse sich treubleiben und „nicht auf der Suche nach dem Wechselwähler den Stammwähler vergessen“.

Kommentare (16)

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23.10.2012, 07:47 Uhr

Da isteben noch Mappus und der EnbW Deal, der den Schwarzen anhängt,und dann ist's mit dem Konservatismus eben so, daß die CDU ebensowenig kaum noch wählbar ist für die jüngere Stadtbevölkerung, wie die jüngere Generation kaum zu eine Mercedes greift, der auch den Ruch eines Rentnerautos hat und nicht los wird, trotz allen AMG Power Bemühungen. CDU und Mercedes etwa Auslaufmodelle?

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23.10.2012, 08:20 Uhr

Man wählt also grün weil es gerade mode und in ist ?
Zählt für die Jüngeren nur der Audi oder der BMW und Politische Inhalte sind nur für die , die nicht mit der Mode gehen ?
Dan zähle ich mich zu denen , die Parteien wegen ihrer Programme wählen , Modisch bin ich trotzdem .

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23.10.2012, 08:26 Uhr

Ich denke die Frau Merkel ist das größte Hindernis für die Wahl im nächsten Jahr .
Man sollte sie durch einen Herrn Merz, ersetzen Teufel , Dobrindt,Seehofer,oder der Herr Lindner sind ebenfalls Kompetent .
Merkel ist die "Schlüsselperson " die es zu ersetzen gilt .

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