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26.03.2011

09:17 Uhr

Wahltagebuch Baden-Württemberg

Union und FDP droht krachende Niederlage

VonTino Andresen

Bis zuletzt bleibt die Wahl in Baden-Württemberg spannend. Der mögliche Machtwechsel dürfte die Wahlbeteiligung in die Höhe treiben. CDU und FDP stemmen sich bis zuletzt gegen die drohende Niederlage.

Handelsblatt-Reporter Tino Andresen berichtet vom Wahlkampf in Baden-Württemberg.

Handelsblatt-Reporter Tino Andresen berichtet vom Wahlkampf in Baden-Württemberg.

StuttgartSamstag, 26. März: Hohe Wahlbeteiligung erwartet

Der Countdown vor den morgigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg läuft, die Spannung steigt. Im strukturkonservativen Südwesten droht der schwarz-gelben Regierung der Machtverlust. Das mobilisiert die 7,8 Millionen Wahlberechtigten, von denen wohl viel mehr ihre Stimme abgeben werden als vor fünf Jahren. Darauf deutet die große Zahl derer hin, die Briefwahlunterlagen beantragt haben. Zudem haben fast doppelt so viele Zuschauer wie 2006 den letzten Schlagabtausch der Spitzenkandidaten im Fernsehen verfolgt. 

CDU und FDP haben am Freitagabend noch einmal mit viel Parteiprominenz auf Großveranstaltungen in Mannheim und Freiburg für sich getrommelt. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Guido Westerwelle waren dabei. 

Heute werden die Spitzenkandidaten vor allem in ihren Wahlkreisen Präsenz zeigen. So hat Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) einen volksfestartigen Event mit gegrillten Würstchen und vielem mehr auf dem zentralen Pforzheimer Leopoldplatz geplant.

Unerfreulich dürfte für ihn heute die Lektüre der Zeitungen aus der Landeshauptstadt sein: „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ haben beide eine ganzseitige Anzeige der „parteiunabhängig von Bürgern“ gegründeten „Initiative Zukunft für Baden-Württemberg“ gedruckt. Darin heißt es: „Die Regierung in Baden-Württemberg kann alles. Außer Energiepolitik ohne Atomkraft, Verkehrspolitik im Interesse der Bürger, Wirtschaftspolitik mit Sachkompetenz.“ 

Weil ein knappes Rennen um die Macht zu erwarten ist, lenkt die „Stuttgarter Zeitung“ den Blick auf das Wahlrecht: Laut Skeptikern könnte es das Stimmenergebnis verzerren. Mit einem relativ schlechten Wahlergebnis könnte die CDU mehr Mandate erobern, als ihr laut Stimmenverhältnis zustehen. Die Zahl der Überhangmandate werde durch Ausgleichsmandate „nie vollständig“ kompensiert. 

Wenn morgen um 8 Uhr die Wahllokale für zehn Stunden öffnen, wird Deutschland nach Baden-Württemberg blicken. Es ist nicht mehr lange hin – zumal sich das Warten durch die Umstellung auf die Sommerzeit um eine Stunde verkürzt.

Kommentare (3)

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AndreAdrian

24.03.2011, 21:48 Uhr

Die Kanzlerin kommt mit großem Gefolge

Leider kommt Fr. Merkel ohne Hr. Brüderle. Es wäre doch zu schön wenn unser aller Minister nocheinmal seinen schönen Satz von den nicht rationalen Entscheidungen aufsagt. Nicht nur der BDI will wissen wie es nach den drei Monaten Moratorium weitergeht, sondern jeder Wähler und jede Wählerin. Von der CDU und FDP dürfte jede Stimme für sie als "nach dem Moratorium werden die Alt-AKWs wieder eingeschaltet, dies ist der Wählerauftrag" gedeutet werden.

Account gelöscht!

26.03.2011, 09:37 Uhr

Lieber 5 Jahre DIE GRÜNEN, als noch 2 1/2 lange Jahre Merkel ertragen.

CDUCSUFDPSPDGRUENELINKE_Abschaum

26.03.2011, 10:22 Uhr

Hab ich was verpasst? Wird morgen Frau Merkel abgewählt?

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