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24.10.2012

10:13 Uhr

Wahltrend

FDP steckt weiter im Umfragetief

Die Liberalen fallen in einer Forsa Umfrage auf den schlechtesten Wert seit Monaten zurück. Aus der Partei hagelt es Kritik. Doch auch die SPD verliert an Zustimmung. Der Steinbrück-Effekt scheint verpufft.

Rund drei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen steckt seine Partei weiter im Umfragetief. dpa

Rund drei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen steckt seine Partei weiter im Umfragetief.

Berlin Schlechte Nachrichten für FDP-Chef Philipp Rösler: Rund drei Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen steckt seine Partei weiter im Umfragetief. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Wahltrend von "Stern" und RTL fallen die Liberalen bundesweit im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf drei Prozent zurück. Es ist ihr schlechtester Wert in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa seit vier Monaten.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, kritisierte angesichts der schlechten Zahlen das Erscheinungsbild der Partei. "Offensichtlich haben wir es versäumt, unsere Politik glaubhaft zu vermitteln", sagte er laut einer Vorabmeldung in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins "Stern".

Niedersachsen wählt am 20. Januar 2013 ein neues Landesparlament. Mit Blick auf die Landtagswahl in Niedersachsen im Januar hatte Rösler am Wochenende in einem Interview gesagt: "Die schwarz-gelbe Regierung in Niedersachsen hat eine großartige Bilanz vorzuweisen. Jede andere Konstellation als Schwarz-Gelb wirft das aufstrebende Land zurück. Die Niedersachsen wissen zu schätzen, was sie haben." Kubicki erwiderte nun: "Die Menschen sehen nicht, was unsere Regierungsbeteiligung für den Einzelnen im Alltag bedeutet."

Auch für die SPD geht es rund drei Wochen nach der Nominierung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten im Wahltrend weiter nach unten: Sie büßte zwei Punkte ein und liegt nun bei 27 Prozent.

Nur 12 Prozent der Bürger sagen der Umfrage zufolge, die SPD könne die Probleme des Landes am besten lösen. 28 Prozent trauen dies der Union zu. Auf die Frage, ob Steinbrück nicht das Kompetenzdefizit seiner Partei ausgleichen könne, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem "Stern": "Nein, er wird nicht so positiv bewertet, dass er diese Schwächen überdecken kann." Aktuell würden den Angaben zufolge 29 Prozent der Deutschen Steinbrück direkt zum Kanzler wählen. Vor zwei Wochen waren es noch 35 Prozent gewesen.

Union, Grüne und Linke legten den Angaben zufolge zu: Die Union kletterte um einen Punkt auf 38 Prozent, die Grünen stiegen um einen Punkt auf 12 Prozent, und die Linke verbesserte sich um ebenfalls einen Punkt auf neun Prozent. Die Piraten müssen mit unverändert fünf Prozent um ihren Einzug in den nächsten Bundestag bangen.

Die Umfrage fand vom 15. bis 19. Oktober 2012 unter 2.503 Personen statt.

Von

dapd

Kommentare (7)

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Vicario

24.10.2012, 10:40 Uhr

Die Nomenklaturaparteien sollen in den dubiosen Umfragen weiter klettern : diese Rechnung machen sie aber ohne den Wirt , und das Erwachen auf dem Boden der Tatsachen kommt bei der Wahl nächstes Jahr !!!
Was ist den die FDP noch..ein elendes Häuflein Grünschnäbel, das auf dem Schoß der Staatsratsvorsitzender die Legislaturperiode absitzt ! Die hätten nur noch eine Chance, wenn sie diese sozialistisch-stagnierende Koalition
platzen lassen und sich mit neuen Führungskräften aufstellen würden ( Keine Westerwelles, Rößlers, Dörings, um nur einige zu nennen ).
Wahl 13 : Zur Wahl gehen, Initiative zeigen ! Stimme nicht abgeben, sondern einsetzen und protestieren ! Nicht in die Urne (weg) werfen für korrupte, pseudodemokratische Blockparteien CDU,SPD,FDP,GRÜNE,LINKE ! Alles andere ist besser und wählbar ! Wer nicht wählt, der wählt die Nomenklatura ! Zur Auswahl werden stehen : Die Autopartei, die Anti - € - Partei, die Anti - EU-Partei, die Schöne-Straßen-Partei, die Gerechtigkeitspartei, die Piraten, die Panther, die Weisen, die Freien Wähler, usw. Diesen Parteien muss man über 5 % helfen, damit sie der Nomenklatura einheizen können !

Ex-FDPler

24.10.2012, 11:40 Uhr

Liebes HB, verzichten Sie doch auf solche Meldungen. Die FDP ist schon tot. Und das ist sehr schön. Diese illiberale Genscherideologiepartei kriegt einfach das, was sie verdient: Das langsame Sterben.

ein_Liberaler

24.10.2012, 13:28 Uhr

3 Prozent für die Bundes-FDP sind eine exzellente Nach-richt für alle, die den politischen Liberalismus ernst nehmen und ihn umsetzen wollen. Die FDP leistet auf Bundesebene und in Brüssel Grauenhaftes, Unzumutbares und Ungenießbares. Die FDP hat qualifizierte und respektierte Kommunalpolitiker bundesweit. Aber die Bundes-FDP reißt mit ihrem breiten Hintern mehr ein, als die Ehrenamtler vor Ort aufbauen können. Wer sich Jahre und Jahrzehnte als Lokalpolitiker für die FDP eingesetzt hat, ist seit Anfang 2010 wütend und weint seit Anfang 2011 bittere Tränen. Besserung ist nicht in Sicht. Es wird Zeit für eine liberale Bürgerbewegung, die den Begriff der Freiheit nicht im Munde herum dreht, sondern im Herzen trägt und in der täglichen Arbeit umsetzt. Die FDP kann es nicht mehr sein. Die Bundesebene hat den politischen Liberalismus so sehr in Verruf gebracht, dass eine Rekonvaleszenz weder als wünschenswert noch als möglich erscheint.Die Bundes-FDP hat sich so sehr gegenüber den Anliegen der Basis immunisiert, dass sie von ihren Ehrenamtlern keine Hand zum Arbeiten, sondern nur noch eine Faust in der Tasche (oder im Gesicht) erwarten kann.

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