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23.11.2011

08:29 Uhr

Wahltrend

Schwarz-Gelb holt auf

Nach dem Leipziger Parteitag legt die Union in Umfragen zwei Prozent zu. Auch die FDP verbessert sich leicht. Die Grünen befinden sich dagegen weiter im Sinkflug.

Nach dem leipziger Parteitag befindet sich die CDU im Aufwind. dpa

Nach dem leipziger Parteitag befindet sich die CDU im Aufwind.

Schwarz-Gelb holt in der Gunst der Wähler wieder auf. So klettert die Union in der wöchentlichen Forsa-Umfrage um zwei Punkte auf 36 Prozent - ihren besten Wert seit Mitte März. Auch die FDP verbessert sich mit einem Plus von einem Punkt, bleibt mit drei Prozent jedoch weit unter der Fünf-Prozent-Hürde, wie der für den „Stern“ und RTL erhobene Wahltrend ergab.

Die SPD verharrt bei 26 Prozent. Die Grünen sind mit einem Punkt Minus weiter im Sinkflug und müssen sich kurz vor ihrem Bundesparteitag mit 14 Prozent begnügen – ihrem tiefsten Wahltrend-Wert seit mehr als eineinhalb Jahren. Linke und Piratenpartei geben je einen Punkt ab und sinken auf jeweils acht Prozent.

Mit zusammen 40 Prozent liegen SPD und Grüne damit nur noch knapp vor Union und FDP mit zusammen 39 Prozent. Der Vorsprung schmolz damit von 18 Punkten Anfang April auf jetzt noch einen Punkt.

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt den neuerlichen Zugewinn für die Union mit dem „Bild der Geschlossenheit“, das die CDU auf ihrem Leipziger Parteitag geboten habe. Dem Stern sagte er: „Die Kritik am Kurs der Kanzlerin ist im Großen und Ganzen verstummt. Die Menschen haben das Gefühl, dass Merkel und die Partei eine Einheit bilden. Solch ein Bild verfängt beim Wähler.“ Zudem würden die Bürger Merkels Bemühungen bei der Eurorettung anerkennen. Nach den Analysen des Wahlforschers kehren inzwischen auch Teile der FDP-Wähler von 2009 zur Union zurück. Güllner: „Vor allem viele Mittelständler, die von den Liberalen enttäuscht wurden, kommen aus der Enthaltung oder von den Grünen wieder zu CDU oder CSU. Die Union profitiert aber auch von der nach wie vor vorhandenen Schwäche der SPD.“

Von

dpa

Kommentare (16)

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Volksverdummung

23.11.2011, 09:15 Uhr

Wann hört die Presse endlich auf, solche unsinnigen Statistiken zu veröffentlichen. Schwarz-Gelb holt nicht auf, höchstens in Relation zu den anderen schwachen Parteien.
Die einzig aussagekräftige Statistik ergäbe sich aus einer Umfrage, die auch die Nichtwähler und die Wähler berücksichtigt, die bei einer ihr genehmen Alternativpartei lieber diese wählen würde. Dann kämen unsere jetztigen "Volksparteien" sicher kaum über die 5%-Hürde hinaus - und zwar alle!

Alfred_H

23.11.2011, 09:17 Uhr

"Bild der Geschlossenheit...Die Menschen haben das Gefühl, dass Merkel und die Partei eine Einheit bilden. Solch ein Bild verfängt beim Wähler."

Nicht ganz vollständig. Richtiger wäre:
Das Bild verfängt beim dummen Wähler. Denn auf deutsch gesagt, egal was die Union für einen Mist verbockt. Hauptsache alle stehen geschlossen dahinter und folgen der Führerin kritiklos. Wo finde ich hier den Unterschied zur SED unter der Führung von Erich Honecker? Unsere Staatsratsvorsitzende, sie lebe hoch, hoch, hoch !!

Account gelöscht!

23.11.2011, 09:28 Uhr

Der Fehler der DDR war die hohe Bildung der Bevölkerung. Mit einem Bildungsstand aus dem dreigliedrigen Schulsystem der Bundesrepublick gäbe es die DDR heute noch.
Und das ist der Vorteil, den CDU/FDP haben. Das Gros Menschen hinterfragen nichts, sie glauben alles. Es werden keine Zusammenhänge erkannt.
Wenn man sich die FDP-Politik ansieht, fragt man sich, wie die bei ihrer Klienetelpolitik auf mehr als das 1% ihrer Klientel kommen.

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