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09.09.2011

12:32 Uhr

Wahlumfrage Berlin

Rückenwind für Wowereit

Die SPD und ihr Spitzenkandidat Klaus Wowereit liegen laut neuen Umfragen klar vor der Parteien-Konkurrenz. An Boden verloren haben die Linke und die FDP. Die Piratenpartei könnte erstmals die Fünf-Prozent-Hürde knacken.

Klaus Wowereit hat derzeit klar die Nase vor Herausforderin Renate Künast. dpa

Klaus Wowereit hat derzeit klar die Nase vor Herausforderin Renate Künast.

BerlinEineinhalb Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sehen Umfragen die SPD und ihren Spitzenkandidaten Klaus Wowereit als klaren Sieger. Die Sozialdemokraten führen deutlich vor CDU und Grünen. Linke und FDP müssen Einbußen hinnehmen, wobei den Liberalen das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde droht. Die Piratenpartei hat dagegen gute Chancen, erstmals in ein deutsches Parlament einzuziehen.

In einer Infratest dimap-Umfrage im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ erreicht die SPD 29,5 Prozent. Die CDU kommt auf 22 Prozent, die Grünen liegen bei 20 Prozent. Die Linke bringt es auf 11 Prozent, die FDP auf 3 Prozent. Die Piratenpartei, deren Landesverband erst 2006 gegründet wurde, liegt bei 6,5 Prozent. Damit wären Rot-Grün - die beliebteste Koalition der Berliner - und Rot-Schwarz denkbar.

Laut ZDF-Polibarometer käme die SPD auf 32 Prozent, wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde. Die CDU und die Grünen liegen bei 21 beziehungsweise 19,5 Prozent. Für die Linke, die seit 2002 mit der SPD regiert, wurden 11 Prozent und für die FDP 3 Prozent ermittelt. Die Piratenpartei liegt bei 5,5 Prozent.

Möglich sind damit Koalitionen der SPD mit den Grünen und der CDU. Sollten die Piraten den Einzug ins Parlament verpassen, wäre rechnerisch eventuell auch eine Fortsetzung von Rot-Rot denkbar.

Während sich Grünen-Herausforderin Renate Künast am Donnerstagabend beim TV-Duell mit Wowereit im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) faktisch von einem Bündnis mit der CDU verabschiedete, das vor allem bei ihrem linken Parteiflügel auf Widerstand stößt, wollte sich der Regierende Bürgermeister nicht festlegen. Nach seiner Aussage kommen für ihn Grüne und Linke infrage. Die CDU kann er sich eher nicht als Partner vorstellen.

Kommentare (2)

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Jochen

09.09.2011, 16:15 Uhr

Manche lernen es nie und es istTraurig dass hier immer noch 11% die "SED" wählen.

piotr

14.09.2011, 15:45 Uhr

ich finde es ganz gut das die fdp "draußen" und die piraten "drin" sind. letztere sind dieses mal nun auch mit mehr als einem thema/bereich/vorhaben in die schlacht gezogen. was ich allerdings immernoch bei ihnen vermisse und was regelmäßig auch von den großen parteien in diskussionen überhaupt nicht erwähnt wird, ist deren angestrebte gesundheitspolitik. traurig, traurig... ist ja aber auch nicht so wichtig wie brennende autos.

nur für den fall, dass es einen der wähler interessieren sollte. auf folgender seite gibt interviews mit den "großen" parteien zu deren positionen bzgl. dieses uninteressanten themas. http://www.krankenversicherung.net/berlin-wahl


viel spaß beim wählen

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