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25.05.2011

07:30 Uhr

Wahlumfrage

FDP kann wieder Hoffnung schöpfen

Erstmals seit März legen die Liberalen in den Umfragen wieder zu und kommen wieder auf fünf Prozent. Für die SPD gibt es dagegen neue Hiobsbotschaften - und auch die Union muss sich Sorgen machen.

FDP-Chef Rösler darf sich freuen: Erstmals seit März legen die Liberalen in den Umfragen wieder zu. Quelle: Reuters

FDP-Chef Rösler darf sich freuen: Erstmals seit März legen die Liberalen in den Umfragen wieder zu.

Hamburg

Die Liberalen steigen im Ansehen der Wähler wieder. Im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend, der vor der Bürgerschaftswahl in Bremen erhoben wurde, kletterte die FDP im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 5 Prozent. Zuletzt hatte die Partei Ende März 5 Prozent erreicht. Die Sozialdemokraten verloren einen Punkt und fallen zum zweiten Mal binnen vier Wochen auf ihr Jahrestief von 21 Prozent zurück.

Die Werte der anderen Parteien blieben stabil: Die Union verharrt bei 32 Prozent, die Grünen sind mit 26 Prozent weiter zweitstärkste Kraft, die Linke erreicht zum dritten Mal in Folge 9 Prozent. Für "sonstige Parteien" wollen sich 7 Prozent der Wähler entscheiden (-1). Bei einem derartigen Wahlergebnis hätte Grün-Rot mit zusammen 47 Prozent einen Vorsprung von 10 Punkten vor dem Regierungslager aus Union und FDP (gemeinsam 37 Prozent).

Forsa-Chef Manfred Güllner machte für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Wahl in Bremen die abrupte Kehrtwende in der Energiepolitik verantwortlich, die von den Wählern der Union nicht akzeptiert werde. Dem stern sagte er: "Dieser Schwenk war eine hysterische, panische Reaktion auf Fukushima. Wenn Umweltminister Röttgen dann noch erklärt, der Atomausstieg entscheide über die CDU als Volkspartei, versetzt er seiner Partei den letzten Stoß."

Die Energiewende trage auch zur Sympathiewelle für die Grünen bei. Güllner: "Wer aussteigen möchte, wählt das Original." Daneben würde auch ein kompliziertes Wahlsystem wie in Bremen die Grünen begünstigen. Deren Klientel komme damit gut klar. Für einfache Leute dagegen sei es eine Hürde. Der Forsa-Chef zum stern: "Ein Wahlsystem muss einfach und überschaubar sein, damit das Volk insgesamt wählen kann."

Von

dpa

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