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28.10.2011

10:17 Uhr

Wahlumfrage

SPD mit bestem Wert seit mehr als vier Jahren

Die SPD kommt im ARD-Deutschlandtrend auf 32 Prozent. Das ist ihr bester Umfragewert seit Februar 2007. Der Union ist sie damit dicht auf den Fersen.

Sigmar Gabriel, Bundesvorsitzender der SPD dapd

Sigmar Gabriel, Bundesvorsitzender der SPD

BerlinDie SPD kann nach dem ARD-Deutschlandtrend in der Wählergunst deutlich zulegen und schließt zur Union auf. Nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen verbesserten sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur Umfrage vor drei Wochen um zwei Punkte auf 32 Prozent.

Das ist nach ARD-Angaben ihr bester Wert seit Februar 2007. Die Union legte einen Punkt auf 33 Prozent zu. Den stärksten Einbruch in der Wählergunst haben die Grünen mit einem Minus von drei Punkten auf 14 Prozent. Rot-Grün käme damit zusammen auf 46 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Da die FDP bei drei Prozent verharrt, käme Schwarz-Gelb nur auf 36 Prozent. Die Linkspartei legt um einen Punkt auf sieben Prozent zu, die Piratenpartei setzt ihren Höhenflug nicht weiter fort und büßt einen Punkt auf ebenfalls sieben Prozent ein.

Mit dem Umgang der Regierung mit der EU-Schuldenkrise sind die Deutschen der Umfrage zufolge nicht zufrieden. Nur 20 Prozent gaben dem Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine gute Note, 76 äußerten sich unzufrieden. Die Umfrage wurde vor dem letzten Euro-Gipfel mit weitreichenden Beschlüssen zur Bewältigung der Euro-Krise erhoben. Für den Deutschlandtrend befragte Infratest dimap 1001 Bundesbürger am 25. und 26. Oktober.

Von

rtr

Kommentare (1)

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28.10.2011, 12:26 Uhr

Wer regiert verliert, diesen Ausspruch des ehemaligen Ministerpräsidenten ist zuzustimmen. Regieren heißt nämlich Entscheidungen zu treffen, die nicht allen passen. Geschieht dies, so fühlt sich ein Teil der Gesellschaft immer benachteiligt. Und nicht alle können wissen, ob die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit davon profitiert, so wird erst einmal opponiert.

Wenn wenigsten von der SPD ein Laut zu hören wäre, was sie alles besser machen würde, wenn man sie nur ließe, dann könnte man den Zuwachs auf 32 Prozent noch verstehen. Ihre Opposition erschöpft sich aber nur darin, dass sie der Regierung, falls sie etwas richtig macht, erklärt es komme zu spät und macht die Regierung etwas falsch, dann hat die SPD es schon vorher gewusst.

Das ist ein bisschen zu wenig um sichtbar zu werden, geschweige um sie zu wählen. Aber offenbar ist es für einen Teil der Wähler ausreichend um sie wieder aufs Schild zu heben. Offenbar haben 10 Prozent der Wähler alles wieder vergessen, weshalb sie die SPD bei der letzten Bundestagswahl abgestraft haben. Da spricht man von der Wankelmütigkeit der Regierung.

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