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26.12.2012

17:01 Uhr

Wahlumfrage

Union klettert auf Sieben-Jahres-Hoch

Die Union kann optimistisch in das Superwahljahr 2013 blicken, ob sie nach dem Urnengang im Herbst allerdings an der Macht bleibt, ist ungewiss. Denn für Koalitionspartner FDP sieht es nicht gut aus.

Ein Stimmzettel zur Bundestagswahl dpa

Ein Stimmzettel zur Bundestagswahl

BerlinDie Union ist vor dem Start ins wichtige Wahljahr 2013 bei den Bürgern so beliebt wie seit fast sieben Jahren nicht. Im Wahltrend von "Stern" und RTL springen CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte auf 41 Prozent - dem höchsten Wert seit Anfang März 2006, berichtete das Hamburger Magazin am Mittwoch. Die Fortsetzung der schwarz-gelben Regierungskoalition ist dennoch fraglich, denn die FDP landete wie so oft in den vergangenen Monaten bei nur vier Prozent und muss um den Einzug in den Bundestag bangen. Unionspolitiker beteuerten dennoch ihre Treue zum bisherigen Partner.

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sagte der Nachrichtenagentur dapd, sie sehe "keine echte Alternative zur christlich-liberalen Koalition". Schwarz-Grün stehe "absolut nicht zur Debatte". Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) fügte in der Zeitung "Die Welt" hinzu: "Wir arbeiten in einer erfolgreichen Koalition. Da ist es unklug, über andere Möglichkeiten zu spekulieren."

Die SPD schließt das Jahr laut Wahltrend, für den das Forsa-Institut vom 17. bis 21. Dezember 2.500 Bürger befragte, mit unverändert 27 Prozent ab. Die Grünen sinken um ein Punkt auf 13 Prozent. Wie in der Vorwoche wollen auch aktuell acht Prozent der Wähler für die Linke und drei Prozent für die Piratenpartei stimmen. Auf sonstige Parteien entfallen vier Prozent (minus eins).

Neben einer großen Koalition und Schwarz-Grün würde es nach der Umfrage auch für Rot-Rot-Grün reichen. Linksfraktionschef Gregor Gysi ist dazu grundsätzlich bereit, wie er im dapd-Interview deutlich machte.

Merkels Wackelkandidaten, Merkels Konstanten

Sollten folgende Minister auch 2013 im Amt bleiben?

Die schwarz-gelbe Koalition hangelt sich von einem Streit zum nächsten. Ob die Regierung von Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl 2013 noch Bestand haben wird, ist ungewiss. Welche Minister die Bevölkerung auch weiterhin im Amt sehen will, hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die „Bild am Sonntag“ ermittelt. Befragt wurden am 19. Juli insgesamt 500 repräsentative ausgewählte Personen.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU)

Ja: 62

Nein: 22

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)

Ja: 59

Nein: 32

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)

Ja: 57

Nein: 25

Umweltminister Peter Altmaier (CDU)

Ja: 55

Nein: 23

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU)

Ja: 52

Nein: 33

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)

Ja: 52

Nein: 35

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

Ja: 51

Nein: 32

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Ja: 50

Nein: 40

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU)

Ja: 49

Nein: 32

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP)

Ja: 45

Nein: 36

Familienministerin Kristina Schröder (CDU)

Ja: 42

Nein: 47

Außenminister Guido Westerwelle (FDP)

Ja: 37

Nein: 55

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP)

Ja: 32

Nein: 37

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)

Ja: 25

Nein: 62

Gysi sagte, er könne sich eine Koalition mit SPD und Grünen für die nächste Legislaturperiode vorstellen, stellte aber Bedingungen. "Mit uns geht es nur, wenn es einen Politikwechsel gibt. Dann sind wir bereit", betonte der Linksfraktionschef. Im Augenblick setzten SPD und Grüne auf einen Personalwechsel, nicht auf einen Politikwechsel - weder was die Arbeitsmarktpolitik, noch was Steuern, Bundeswehr oder die Rente mit 67 betreffe. "Das geht mit uns nicht."

Kommentare (30)

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azaziel

26.12.2012, 13:05 Uhr

Angesichts der absolut ungenuegenden Leistungen der Merkel Regierung kann ich mir ein solches Umfrageergebnis wirklich nicht vorstellen. Ich traue dieser Umfrage nicht.

egal

26.12.2012, 13:11 Uhr

[...]! Mindestens 100 Jahre müssen wir für die Schulden der Südländer bezahlen und diese [...] gehen weiter wählen! Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Prima

26.12.2012, 14:06 Uhr

Das läßt ja hoffen.

Die Lage ist schon schlimm genug, aber wenn die Schwachmathen, Schuldenmacher und Verzichtspolitiker von Rot-Rot-Grün an die Macht kämen, gingen die Interessen der Bürger vollends den Bach runter.

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