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18.03.2014

16:48 Uhr

Warnstreiks

50.000 legen den Nahverkehr in NRW lahm

In Nordrhein-Westfalen stehen die Busse und Bahnen still: Allein hier beteiligten sich mehr als 50.000 Menschen an Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Auch in anderen Bundesländern legten Tausende die Arbeit nieder.

Verdi-Warnstreik

In Köln stehen die Straßenbahnen still

Verdi-Warnstreik: In Köln stehen die Straßenbahnen still

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Düsseldorf/BerlinKurz vor einer neuen Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes für Bund und Kommunen hat die Gewerkschaft Verdi mit flächendeckenden Warnstreiks in zahlreichen Bundesländern den Druck erhöht. Gewerkschaftssprecher berichteten von einer durchweg hohen Streikbereitschaft. Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich demnach mehr als 50.000 Menschen. Auch in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg legten Tausende die Arbeit vorübergehend nieder.

"Wir verzeichnen seit dem Morgen eine enorm hohe Beteiligung", sagte ein Verdi-Sprecher. Schwerpunkt der Proteste war auch am Dienstag der öffentliche Nahverkehr. In zahlreichen Städten blieben Busse und Bahnen in den Depots. Auch Beschäftigte der Müllabfuhr, von Kindertagesstätten, Verwaltungen und Sparkassen beteiligten sich am Ausstand. In einigen Bundesländern wurden auch Krankenhäuser bestreikt. "Auf zarte Hinweise reagiert die Arbeitgeberseite heutzutage leider gar nicht mehr, deshalb müssen wir gleich deutlich werden", sagte ein Verdi-Sprecher in Nordrhein-Westfalen.

Verdi und der Beamtenbund fordern unter anderem eine Lohnerhöhung von 100 Euro je Monat für alle Arbeitnehmer. Dazu soll ein Gehaltszuwachs von 3,5 Prozent kommen - dies würde im Schnitt eine Erhöhung um sieben Prozent ausmachen. Auch die Übernahme aller Auszubildenden wird gefordert.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände bezeichnete die Forderungen als unrealistisch hoch. Ein konkretes Angebot haben die Arbeitgeber noch nicht vorgelegt. Am Donnerstag und Freitag ist eine neue Verhandlungsrunde in Potsdam angesetzt. Zuvor sollen die Proteste fortgesetzt werden. Für Mittwoch sind Warnstreiks schwerpunktmäßig in Hamburg, Hessen und Baden-Württemberg geplant, wie Verdi mitteilte.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

18.03.2014, 17:18 Uhr

Wird allerhöchste Zeit, dass das übergepamperte, egoistische, parasitäre Geschmeiss, ein Relikt der alten BRD, durch private Dienstleister ersetzt wird. Deren Zeitarbeitsknechte müssen jetzt nämlich die Kohlen aus dem Feuer holen, soweit möglich. Während sich Industrie und die meisten Dienstleister seit Jahrzehnten dem globalen Wettbewerb stellen müssen, leben die noch behütet in ihrem Cokon. Die Arbeitsergebnisse sind dann entsprechend. Unfähige, unfreundliche Gestalten werden auf die Menschheit losgelassen, man vergleiche nur mal die freundlichen, kompetenten, mehrsprachigen Nahverkehrsbediensteten unserer Nachbarn, mit dem, was hier so die Kunden verschreckt

Account gelöscht!

18.03.2014, 19:05 Uhr

Nahverkehr? Unsere deutschen Politiker wollen jeden Privatpkw abschaffen, nur damit Sie Ihre Wagen (ab 3 l) auf Kosten der Steuerzahler frei bewegen können!!!

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