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26.03.2014

11:52 Uhr

Warnstreiks bei Verdi

Bahnen und Busse stehen erneut still

Nach einer ersten Arbeitsniederlegung vergangene Woche streiken die Beschäftigten des öffentlichen Diensts erneut. Betroffen sind seit den frühen Morgenstunden fünf Bundesländer – und dort vor allem Pendler und Eltern.

Nahverkehr lahmgelegt

„Unverschämt“: Straßenbahnstreik ärgert Pendler

Nahverkehr lahmgelegt: „Unverschämt“: Straßenbahnstreik ärgert Pendler

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BerlinDie Anzeige der Straßenbahn am Düsseldorfer Hauptbahnhof ist leer. Keine Straßenbahn wird angezeigt. Stattdessen nur der Hinweis: „Streik!“ Und dass der gewöhnliche Straßenbahnfahrer doch bitte auf andere Verkehrsmittel umsteigen soll.

In mehreren Bundesländern sorgen am Mittwoch erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst für massive Behinderungen und Einschränkungen. So fahren in den meisten Regionen Nordrhein-Westfalens keine Busse und Straßenbahnen – wie in Düsseldorf. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers legten am Morgen die ersten Mitarbeiter mit Schichtbeginn um 3.00 Uhr die Arbeit nieder, der kommunale Nahverkehr kam weitgehend zum Erliegen. Nur wenige Buslinien privater Betreiber fuhren. Regionalzüge, etwa die der Deutschen Bahn, waren von dem Ausstand nicht betroffen.

Auch die Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen und Hessen waren aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. In NRW soll der Ausstand im Nahverkehr bis Donnerstag andauern. Dann will Verdi auch mit Warnstreiks an Flughäfen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Ergebnislose Verhandlungen: Wieder Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Ergebnislose Verhandlungen

Wieder Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Rund 1000 Beschäftigte sind am Montag zum Streik aufgerufen. Unter anderem für Mitarbeiter von Zoll und Rentenversicherung fordert die Gewerkschaft Verdi mehr Lohn. In einer Woche wird wieder verhandelt.

Aber nicht nur Bus- und Bahnfahrer sind betroffen. Auch für Eltern können die Streiks hinderlich sein. So könnten in vielen Städten in Bayern und Baden-Württemberg die Kindertagesstätten geschlossen bleiben. Auch Müllabfuhr, Behörden oder Krankenhäuser könnten nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Auch in Hessen sind Stadtverwaltungen von den Warnstreiks betroffen.

Verdi will vor der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft fordert, die Gehälter um 100 Euro zu erhöhen sowie ein weiteres Lohnplus von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnen dies ab. Sie haben noch kein Angebot vorgelegt. Die nächsten Verhandlungen sind für Montag und Dienstag kommender Woche angesetzt.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

26.03.2014, 10:09 Uhr

Gegen Dummheit kann man halt nichts machen. Die Kosten werden dann halt wieder von der Allgemeinheit bezahlt in Preiserhöhungen war immer so und wird immer so sein!

Account gelöscht!

26.03.2014, 10:27 Uhr

Und? Ist das nicht in allen Branchen so?
Gibt eine Lohnerhöhung für Metaller, werden die Autos teurer.
Wo sehen Sie da die Dummheit?
Nur weil es der öffentliche Dienst ist, hat man kein
Recht auf Einkommenserhöhungen, muss aber weiterhin den Kosten hinterherrennen?
Ich weiss, was den Leuten stinkt: Sie merken dann mal, wie wichtig der öffentliche Dienst ist. Das passt aber nicht in ihr Weltbild. Und dann packt man wieder die Kneipenplattitüden aus.

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