Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2005

11:36 Uhr

Warnstreiks in Bayern, Niedersachsen und Bremen

Tausende protestieren gegen Mehrarbeit im öffentlichen Dienst

Vor der ersten Tarifrunde 2005 im Öffentlichen Dienst Anfang Februar befinden sich vereinzelt Beschäftigte des Öffentlichen Diensts im Warnstreik. Die Gewerkschaft Verdi hatte für Mittwoch und Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen und damit gegen Pläne der Arbeitgeber für längere Arbeitszeiten und Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld protestiert.

HB HANNOVER. Mit den Aktionen will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck vor den Anfang Februar beginnenden Tarifverhandlungen erhöhen. Schwerpunkt der Proteste ist Niedersachsen, weil dessen Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) derzeit Vorsitzender der Tarifgemeinschaft der Länder ist.

In Niedersachsen beteiligten sich nach Verdi-Angaben über 1 000 Beschäftigte von Autobahnmeistereien sowie Straßenbauämtern an Protestaktionen. In Bremen streikten 1 200 Erzieherinnen von 73 Kindertagesstätten. Im Saarland zählte die Gewerkschaft rund 2 000 Streikende und Beteiligte an Protestkundgebungen, in Bayern und Hessen waren es einige hundert.

Die Tarifrunde für die 2,6 Mill. Arbeiter und Angestellten bei Bund, Länder und Gemeinden ist für den 7. Februar in Potsdam angesetzt. Entgegen dem üblichen Verlauf beginnen dann aber nicht erst Verhandlungen - Arbeitgeber und Gewerkschaft sprechen bereits seit längerem hinter verschlossenen Türen über mögliche Details eines Abschlusses. „Das ist diesmal kein klassischer Auftakt, sondern eher als Ende der Gespräche zu verstehen“, sagte Verdi-Sprecherin Cornelia Haß. Neben Lohn und Gehaltserhöhungen geht es in der Runde vor allem um eine Modernisierung des Tarifrechts sowie eine leistungsabhängige Entlohnung. Insgesamt sind von einem Abschluss nach Gewerkschaftsangaben bis zu acht Mill. Beschäftigte betroffen, da sich Sozialversicherungen, Krankenkassen und Kirchen an den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst orientieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×