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29.03.2011

03:30 Uhr

Warnung an die Grünen

Energiewende muss verantwortungsbewusst sein

Anton Börner, Präsident des Exportverbandes, sieht in der Energiewende eine Gefahr für die deutsche Industrie. Jetzt müsse verantwortungsbewusst gehandelt werden.

Anton F. Börner warnt die Grünen vor falscher Energiepolitik. Quelle: PR

Anton F. Börner warnt die Grünen vor falscher Energiepolitik.

DüsseldorfDer Präsident des Exportverbandes BGA, Anton Börner, hat die Grünen vor falschen Weichenstellungen in der Energiepolitik gewarnt. Die Landtagswahlen sei klar von der Energiewende bestimmt gewesen. „Wenn sie jetzt kommt, sind besonders die Grünen nun in der Verantwortung zu sagen wie die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit des Stroms sichergestellt wird“, sagte Börner Handelsblatt Online.

„Klar ist, dass ein Verzicht auf die Kernenergie nur möglich sein wird, wenn wir die Leistung woanders dazu kaufen.“ Als Importeure für die deutsche Wirtschaft habe sein Verband ein reges Interesse, dass der Industriestandort Deutschland nicht beschädigt werde. „Und für eine Unmengen von Industrieunternehmen sind die Energiekosten ein ebenso wichtiger Standortfaktor wie die Personalkosten.“ Schwierig werde es daher für den Standort, so Börner, wenn nicht nur hohe Löhne zu zahlen seien, sondern auch noch hohe Energiekosten. „Das hält keiner lange durch", warnte der BGA-Präsident.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt rief die Grünen auf, mit den anderen Parteien zusammenzuarbeiten. Die wirtschaftliche Situation Deutschlands verlange eine handlungsfähige politische Führung und stabile Verhältnisse. „Ich erwarte von allen Parteien, dass sie in allen wichtigen Fragen zusammenarbeiten und parteiegoistische Motive zurückstellen“, sagte Hundt Handelsblatt Online. Die Wirtschaft respektier selbstverständlich jedes Ergebnis einer demokratischen Wahl. „Die Politik muss aber sicherstellen, dass unser Staat auf allen Ebenen handlungsfähig bleibt“, betonte Hundt.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

29.03.2011, 08:54 Uhr

Herr Börner bellt den falschen Baum an.
Die hohen Energiekosten verursachen nicht die Grünen, sondern die 4 großen Energiekonzerne, die die Preise
willkürlich festlegen. Da seit mindestens 15 Jahre deutsche Politik mit diesen Energieriesen mehr als freundschaftlich verbunden ist, wird sich dies auch nicht ändern. Wir sollten die Energiekonzerne mehrheitlich wieder
verstaatlichen.

harald

29.03.2011, 09:32 Uhr

Und schon wird die Industrielobby nervös. Die Unternehmen sollen Verantwortungsbewußtsein zeigen, indem sie energieeffiziente Prozesse und Produkte etablieren und ihren Beitrag zur Energiewende leisten und nicht meckern.

weresglaubt

29.03.2011, 10:52 Uhr

Das ist falsch. Die Preise müssen vorab bei der Bundesnetzagentur begründet vorgelegt und von dieser abgesegnet werden.

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