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12.05.2017

14:15 Uhr

Wehrmachtsuniform

Helmut-Schmidt-Bild muss von der Wand

Bundeswehrstudenten mussten ein Bild von Helmut Schmidt abhängen. Das Gemälde zeigte den Altkanzler in Wehrmachtsuniform. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ordnete einen neuen Umgang mit der Tradition an.

Die Verteidigungsministerin ordnete einen neuen Umgang der Bundeswehr mit ihrer Tradition an. Studenten haben deswegen jetzt ein Helmut-Schmidt-Bild abgehängt. dpa

Ursula von der Leyen

Die Verteidigungsministerin ordnete einen neuen Umgang der Bundeswehr mit ihrer Tradition an. Studenten haben deswegen jetzt ein Helmut-Schmidt-Bild abgehängt.

HamburgIn der nach Helmut Schmidt benannten Bundeswehruniversität Hamburg ist ein Bild des Altkanzlers entfernt worden, weil es ihn in Wehrmachtsuniform zeigt. „Die Vorgesetzten haben die Studenten angewiesen, das Bild abzuhängen“, sagte ein Sprecher der Helmut-Schmidt-Universität am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund ist der von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angeordnete neue Umgang der Bundeswehr mit ihrer Tradition. Zuerst hatte der „Focus“ berichtet.

Das Bild hing im Flur eines Studentenwohnheims der Bundeswehruniversität. Nach der Affäre um den rechtsextremen Soldaten Franco A. will von der Leyen die Truppe verändern. Dazu gehört auch die Überarbeitung des sogenannten Traditionserlasses von 1982. Dabei handelt es sich um ein umstrittenes Regelwerk, das seit mehr als 30 Jahren nicht mehr angetastet wurde. Es hält fest, wie die Bundeswehr mit ihren historischen Ursprüngen umgehen soll. Derzeit werden Kasernen nach Wehrmachtsandenken – etwa Stahlhelme oder Gewehre – durchsucht. „Davon sind auch wir nicht ausgenommen“, sagte der Hochschulsprecher.

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Der Sprecher wies darauf hin, dass das Konterfei des 2015 gestorbenen Ehrenbürgers Hamburgs bereits seit Jahren in dem Flug hing. Es sei aufgehängt worden, lange bevor die heute studierenden Soldaten an der Universität angefangen hätten.

Helmut Schmidt war von 1939 bis 1945 Soldat. Dabei kämpfte er an der Ostfront in einer Panzerdivision, war als Referent für Ausbildungsvorschriften dem Oberkommando der Luftwaffe zugeteilt und zuletzt an der Westfront als Oberleutnant und Batteriechef eingesetzt.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Novi Prinz

12.05.2017, 15:08 Uhr

Na , jetzt macht die Frau Ministerin aber den Meister Propper !
Da beibt nur noch weiß übrig !

Herr Alessandro Grande

12.05.2017, 15:34 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Paul Kersey

12.05.2017, 15:47 Uhr

Dann bitte aber auch mit aller Konsequenz! Das Wachbataillon sollte seine Ordonnanzwaffe, den Karabiner 98k umgehend abgeben, denn diese Waffe steht wie keine andere für die Wehrmacht, inklusive ihrer Exekutionskommandos.
Und bitte möglichst nicht durch ein G3 ersetzen, damit haben mir die Türken zuviele unschuldige Zivilisten erschossen.
Außerdem Abschaffung der altdeutschen Fraktura als Schrift für die Ärmelbänder des Wachbataillons und der Traditionsgeschwader stattdessen Anpassung an die Schrift wie bei den Mützenbändern der Marine bereits umgesetzt. Weiterhin Umbenennung aller Kasernen, die noch auf Wehrmachtsgeneräle verweisen und vollständige Umgestaltung der Toreinfahrt der Hochstaufenkaserne. Außerdem Änderung des Namenskonzepts der Panzertruppe, die auf der vollkommen gleichen Systematik beruht wie bei der Wehrmacht (Landraubtiere wie seinerzeit Panther, Tiger, Löwe und bei der Bundeswehr Leopard, Gepard, Wiesel etc.). Ich wünsche allen Beteiligten viel Spaß!

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