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20.01.2009

18:20 Uhr

Weichenstellung

Garrelt Duin soll neuer wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD werden

ExklusivGarrelt Duin ist von der Arbeitsgruppe Wirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion als neuer wirtschaftspolitischer Sprecher nominiert worden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Fraktionskreisen.

BERLIN. Bei einer internen Vorwahl innerhalb der Arbeitsgruppe Wirtschaft kam es mit 7:6 Stimmen zu einer denkbar knappen Entscheidung für den industriepolitischen Sprecher. Seine Gegenkandidatin war die stellvertretende wirtschaftspolitische Sprecherin, Ute Berg. Im ersten Wahlgang gab es ein Patt bei einer Enthaltung.

Kommende Woche Dienstag müsste die Fraktion das Ergebnis in einer Wahl bestätigen. Wie das Handelsblatt erfuhr, plant Berg, dort erneut zu kandidieren. Der SPD-Bundestagsfraktion steht damit eine Kampfkandidatur um den Posten des wirtschaftspolitischen Sprechers bevor. „Ich kann nur dazu raten, die Ergebnisse der AG zu akzeptieren“, sagte der Wirtschaftspolitiker Reinhard Schultz dem Handelsblatt. „Alles andere könnte das Arbeitsklima belasten.“

Die Wahl gilt als Weichenstellung. „Die Wirtschaftspolitik ist eines der Felder, die bei der Bundestagswahl entscheidend sein werden“, sagte Duin nach der Wahl dem Handelsblatt. Aufgabe des neuen Sprechers werde es sein, „die wirtschaftspolitische Kompetenz zu schärfen. Die SPD hat auf diesem Feld noch ein riesiges Potential“, sagte Duin.

Der 40-jährige würde auf Rainer Wend folgen, der zum 1. April den Bundestag verlässt und als Cheflobbyist zur Deutschen Post AG wechselt. Duin, wie Wend Jurist, steht seit 2005 der SPD in Niedersachsen vor. Er wie auch die 55-jährige Berg gehören dem SPD-Bundesvorstand an. Dort engagiert Berg sich im Bereich der Energiepolitik. Die gelernte Lehrerin sitzt seit 2002 im Bundestag, Duin seit 2005. Zuvor war er für fünf Jahre Europaabgeordneter. Seine Wahl würde für ihn einen steilen Aufstieg bedeuten.

Bis kommenden Dienstag soll nun eine Kampfabstimmung abgewendet werden. „Es wird Gespräche geben“, kündigt Duin an.

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