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20.08.2012

16:03 Uhr

Weitere CD-Käufe geplant

Steuerfahnder spielen Ländern Milliarden ein

Die Bundesländer haben in zwei Jahren mehr als 40.000 Strafverfahren eingeleitet und damit eine gewaltige Summe für den Fiskus eingenommen. Das macht Appetit auf mehr: Weitere Länder wollen wie NRW Steuer-CDs kaufen.

Die Steuerfahndermarke eines Bediensteten des Finanzamtes Wuppertal. ap

Die Steuerfahndermarke eines Bediensteten des Finanzamtes Wuppertal.

BerlinSteuerfahnder der Länder haben dem Fiskus in den vergangenen beiden Jahren zusätzliche Einnahmen von fast vier Milliarden Euro gesichert. Nach dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums summierten sich diese Steuermehreinnahmen im vergangenen Jahr auf 2,228 Milliarden - nach 1,745 Milliarden Euro im Jahr 2010.

Die Zahl der erledigten Fälle belief sich danach 2011 auf 35 592. Im Jahr davor waren es 34 186. Nicht erfasst sind in den Angaben Mehreinnahmen nach Selbstanzeigen von Steuerbetrügern.

Nach Steuer-CD-Kauf: Selbstanzeigen-Schub viel kleiner als im Vorjahr

Nach Steuer-CD-Kauf

Selbstanzeigen-Schub viel kleiner als im Vorjahr

Der Anstieg von Selbstanzeigen in Steuersachen wird politisch ausgelegt. Befürworter eines Steuerabkommens mit der Schweiz sprechen von einem eher schwachen Anstieg, Kritiker sehen das anders.

Die Prüfungen durch Steuerfahnder führten im Jahr 2010 zur Einleitung von 25 437 Strafverfahren (2011: 16 119). Der Umfang der Geldbußen erhöhte sich 2011 gegenüber dem Vorjahr von 1,7 Millionen auf 11,3 Millionen Euro. Das Volumen bei den finanziellen Sanktionen sank von 29,1 Millionen Euro leicht auf 28,9 Millionen Euro.

Neben Nordrhein-Westfalen sind weitere Länder nicht abgeneigt, Daten über deutsche Steuerhinterzieher aus Schweizer Quellen zu erwerben. In Baden-Württemberg würde die grün-rote Landesregierung zugreifen, wenn ihr eine CD mit seriösen Informationen angeboten werde, hieß es in Stuttgart. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hatte dies auf FDP-Druck abgelehnt.

Kommentare (20)

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emsch

20.08.2012, 16:36 Uhr

Das Bundesland NRW stiftet schon wieder zu weiterem Diebstahl an damit sie weiter "HEHLEN" können.
Diese Politiker gehören in den Knast so wie das in der Privatwirtschaft gehandhabt wird.
Wo sind wir denn da dass jeder an irgenwelcher Ecke Diebe zum stehlen anstiftet kann damit sich der der Käufer und Hehler bereichern kann??!!!
Das ist ein Aufruf an alle: Kauft ruhig gestohlene Waren passieren tut nichts, denn es gilt gleiches Recht für alle!!!!!

Fred

20.08.2012, 16:48 Uhr

Ich lese in dem ganzen Artikel kein Wort davon, wie hoch denn die Einnahmen direkt durch Namen von angeblichen Steuersündern auf den CD's sind. Zum Beispiel in NRW: Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf die Aktivitäten von Steuerfahndern generell, wie sie ohnehin stattfinden und stattfanden auch vor den CD-Käufen . Es wäre nun interessant zu wissen, wieviel durch den Ankauf der CDs überhaupt (außer den Selbstanzeigen) für die Länder hereinkam.
Also: Wieviel Struer-Strafverfahren kamen denn 2011 konkret
durch Erkenntnisse aus den CDs zustande in NRW und was brachten sie ein.


Es könnte ja durchaus sein, dass die Namen auf den CDs gar nicht alle zu Steuerhinterziehern führten. Oder die Namenslisten unbrauchbar waren, und nur dazu dienten, Leutem mit Schweizer Konten Angst einzujagen ..
Also mehr oder weniger Bluff von Borjans um von seiner miserablen und unfähigen Haushaltsführung abzulenken.

Für die Finanzämter in NRW ist es übrigens ein leichtes, solche CDs selbe herzustellen. Namen und Daten von ein paar wohlhabenden Bürgern mit etwas unklaren Zahlungsflüssen und Kontenbewegungen(denen man aber noch nichts beweisen kann) auf eine CD geschrieben und einer Schweizer Großbank zugerordnet. Da werden dann schon nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung ein paar Treffer dabei sein.



Interessant wären auch mal die Steuerausfälle durch Wohnsitzverlegung aufgrund der öffentlichen Treibjagd auf Deutsche mit Schweizer Konten, die ja stets automatisch als Steuerhinterzieher gebrandmarkt werden.

Dass manche Leute vielleicht auch nur von der ständigen Aufweichung des Deutschen Bankgeheimnisses durch diverse Ämter und Behörden durch praktisch unkontrollierte Kontenabfragen (unter dem verlogenen Vorwand der Terrorismusbekämpfung von Eichel eingeführt)
die Nase so voll haben, dass sie ihr Geld ins Ausland bringen, würde mich nicht wundern.

Account gelöscht!

20.08.2012, 17:01 Uhr

Mich erinnert das alles an einen meiner damaligen Klienten, der hatte weder Ahnung vom managen noch vom führen seiner Finanzen. Wo das endet weiss jeder der selbige Erfahrungen machen durfte.

Fazit: Der Gute begann dank Realitätsverweigerung Kunden belasten mit versteckten Kosten, agressivem Marketing und einer Art und Weise dass einem schlecht wurde....mit den MEhreinnahmen und im Anschluss schwindenden Kunden wurde genau so wie vorher missgewirtschaftet bis die zuckende Firma zum Schluss gerichtlich statt freiwillig geschlossen wurde....

Genau an das erinnert mich dieser ganze Wahnsinn in D. Es geht abwärts Dank Politik die absolut heuchlerisch, kriminell und seltendämlich ist. Egal wieviel Geld diese HAlunken auf welche Art auch immer einnehmen, es wird nicht reichen.

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