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16.01.2014

10:40 Uhr

Weltweit steigende Nachfrage

Friedrich erwartet höhere Lebensmittelpreise

Wie teuer Lebensmittel sind, hängt auch von den globalen Märkten ab. Billiger dürfte es kaum werden, sagt Landwirtschaftsminister Friedrich zum Start der Grünen Woche. Verbraucher könnten aber durchaus etwas bewegen.

Teure Lebensmittel: Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich glaubt, dass Nahrungsmittel tendenziell teurer werden. dpa

Teure Lebensmittel: Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich glaubt, dass Nahrungsmittel tendenziell teurer werden.

BerlinDie Verbraucher in Deutschland müssen sich nach Einschätzung von Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich darauf einstellen, dass Nahrungsmittel tendenziell teurer werden. „Es ist zu erwarten, dass die weltweit steigende Nachfrage, insbesondere aus den aufstrebenden Regionen Asiens, sich auf die Lebensmittelpreise auswirkt“, sagte der CSU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa vor dem Start der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Zuletzt waren die Preise für Lebensmittel in Deutschland stärker gestiegen als die allgemeinen Verbraucherpreise.

„Nahrungsmittel wirkten lange Zeit als Inflationsbremse – die Zeiten sind erst einmal vorbei“, sagte auch der Sprecher des Deutschen Bauernverbandes, Michael Lohse. „Weltweit zieht die Konjunktur an, und in Ländern wie Russland und China wächst die Mittelschicht, die sich an westlichen Ernährungsgewohnheiten orientiert. Dadurch steigt zum Beispiel die Nachfrage nach Milch, Käse und Fleisch.“ Die Nahrungsmittel dürften hierzulande deshalb künftig mindestens so stark steigen wie die Inflation.

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Bereits im vergangenen Jahr haben sich Lebensmittel in Deutschland so stark verteuert wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Preise zogen um 4,4 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Nahrungsmittel verteuerten sich damit fast dreimal so stark wie die Lebenshaltungskosten. Die Inflationsrate fiel mit 1,5 Prozent so niedrig aus wie seit 2010 nicht mehr, weil Tanken und Heizen deutlich günstiger wurden.

„Preiserhöhungen gab es 2013 in allen Nahrungsmittelbereichen“, erklärte das Statistikamt. Besonders deutlich fiel der Preisaufschlag bei Kartoffeln (+28,7 Prozent), Äpfeln (+14,9) und Butter (+16,1) aus. Grund dafür waren neben der weltweit gestiegenen Nachfrage auch witterungsbedingte Ernteausfälle durch den langen Winter, den feuchten Frühling und den heißen Sommer, erklärte der Bauernverband.

Ungeachtet der hohen Lebensmittelpreise wurde die Inflation 2013 in Schach gehalten – und zwar durch sinkende Preise für Benzin und Heizöl. Mit 1,5 Prozent lag die Teuerungsrate nahe der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen.

Entlastet wurden die Verbraucher durch günstigeres Öl, das wegen der schwachen Weltkonjunktur deutlich weniger kostete. Kraftstoffe verbilligten sich dadurch um 3,4 Prozent, leichtes Heizöl sogar um 6,0 Prozent. Dagegen verteuerte sich Strom wegen der höheren Ökostrom-Umlage um 11,9 Prozent.

Kommentare (11)

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Oesterreicher

16.01.2014, 09:13 Uhr

Am Besten wäre Merkel würde ihre Freiheitsmedaille den USA zurückgeben und dafür Friedrich mitnehmen und in den USA lassen, plus Pofalla und Missfelder.

Account gelöscht!

16.01.2014, 09:23 Uhr

"Friedrich erwartet steigende Lebensmittelpreise"

Meine Erwartung dazu, der Mond wird weiter scheinen.

Account gelöscht!

16.01.2014, 09:23 Uhr

Deshalb werden bei uns riesige platte Flächen mit Solar- und Gewerbeparks gefüllt, obwohl dafür auch in den Städten ausreichend Flächen vorhanden sind.

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