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13.09.2012

08:57 Uhr

Weniger als 848 Euro

Immer mehr Deutsche von Armut bedroht

Die Gefahr, zu verarmen ist im letzten Jahr gestiegen. Besonders gefährdet sind Haushalte in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die mit weniger als 848 Euro pro Monat auskommen müssen

Bedürftige stehen am Stand der Münchner Tafel. dpa

Bedürftige stehen am Stand der Münchner Tafel.

Die Gefahr, in die Armut abzurutschen, ist im vergangenen Jahr in den meisten Bundesländern gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Die höchste Armutsgefährdung wiesen demnach Bremen mit einer Quote von 22,3 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 22,2 Prozent auf. Baden-Württemberg hatte mit 11,2 Prozent die geringste Quote vor Bayern mit 11,3 Prozent. „Die Armutsgefährdung der Menschen lag im Jahr 2011 in den meisten Bundesländern über dem Niveau des Jahres 2010“, berichtete das Bundesamt. „Auch im Ost- und Westvergleich gibt es weiterhin deutliche Unterschiede bei den Armutsgefährdungsquoten.“ Laut einer EU-Definition gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen. Das waren in Deutschland 2011 Einpersonen-Haushalte mit weniger als 848 Euro.


Kommentare (7)

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Alfred_Neumann

13.09.2012, 09:35 Uhr

Liebe Leute, das ist doch die ganz normale Folge unserer Wirtschafts- und Sozialpolitik. Immer weniger von uns arbeiten, immer mehr wollen - zu recht oder unrecht - nur vom System profitieren. Das kann nicht gut gehen. Die Kosten des Systems bewirken, dass wir uns eine Arbeitsleistung in Deutschland nicht mehr leisten können, weil keiner diese hohen Kosten bezahlen kann oder will. Also wandert die Produktion ab und bei uns wird letztendlich nicht mehr genug produziert - und verdient. Ein parasitäres System frisst sich so selbst auf ... und bei denen, die unten stehen, bemerkt man das zuerst !

Account gelöscht!

13.09.2012, 09:54 Uhr

sehe ich genauso.....das ist in kurzfassung die entwicklung der letzten jahre,.wenn schon 22 jährige, wie kürzlich in meinem bekanntenkreis, davon davon faseln, dass sie "Anrecht auf Sozialleistungen" hätten, nur weil sie mal ein paar tage in den semesterferien sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, dann haben sich offensichtlich grundlegende werte verschoben. vielleicht sollte man einfach mal darüber nachdenken, dass arbeit auch spass machen kann, aber manchmal eben nicht nur angenehm ist.....viele haben verlernt sich mal richtig anzustrengen....ich ich spreche nicht von denjenigen, die nach 25 jhren betriebszugehörigkeit mit 1100,. € netto bezhalt werden und trotzdem keine transferleistungen beziehen möchten

goldeneye

13.09.2012, 10:00 Uhr

ja, rangedoc! vollkommen richtig. Ich will nicht über die heutige Jugend schimpfen, aber zu "meiner Zeit" Anfang der Siebziger hätte man sich sowas als AZUBI nicht leisten dürfen! Die Jugend macht es sich verdammt einfach. Aber es ist noch lange nicht aller Tage Abend. Vielleicht "müssen" bald unsere Jugendlichen als "GASTARBEITER" ins Ausland zum Arbeiten. Das Leb en besteht nicht nur aus FUN - das haben die meisten noch immer nicht kapiert!

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