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13.01.2015

17:09 Uhr

Weniger Süßigkeiten

Koalition gegen „Quengelware“ an Supermarktkassen

Eine große Versuchung, der vor allem Kinder kaum widerstehen können: Die Ständer mit Schokoriegel an den Ladenkassen. Union und SPD wollen dagegen vorgehen und „quengelfreie“ Kassen erreichen.

Die Große Koalition will Süßigkeiten von den Ständern an Supermarktkassen verbannen. dpa

Die Große Koalition will Süßigkeiten von den Ständern an Supermarktkassen verbannen.

BerlinKinder sollen nach dem Willen der schwarz-roten Koalition an Supermarktkassen nicht mehr so stark zu Süßigkeiten verführt werden. Die Bundesregierung solle mit dem Handel darauf hinwirken, dass „quengelfreie“ Kassen angeboten werden, heißt es in einem Antrag von Union und SPD anlässlich der Agrarmesse Grüne Woche (16. bis 25. Januar), über den der Bundestag diesem Donnerstag berät.

Die Vorsitzende des Ernährungsausschusses, Gitta Connemann (CDU), sagte: „Süßigkeiten gehören dazu - aber nicht als Lockmittel in der Warteschlange.“ In Regalen direkt an den Kassen werden in vielen Läden zum Beispiel Schokoriegel angeboten, weswegen Kinder bei ihren Eltern quengeln.

Einige Handelsketten haben in ihren Märkten bereits Kassen, die extra als süßwarenfrei gekennzeichnet sind. Stattdessen werden dort etwa Batterien und Einkaufsgutscheine platziert. Solche Familienkassen sollten zum Standardangebot werden, sagte Connemann. Die Ladenflächen an den Kassen gelten in Supermärkten als besonders umsatzstark.

Die Koalitionsfraktionen verweisen darauf, dass Impulse für gesunde Ernährung für Kinder wichtig sind, um Übergewicht und andere Risiken zu vermeiden. Die Regierung solle mit den Ländern auch darauf hinwirken, dass an Kitas und Grundschulen „keine Süßigkeiten, Knabberzeug, Fast-Food und Softdrinks beworben werden“.

Zucker – der süße Energielieferant

Kohlenhydrat

Zucker ist ein Kohlenhydrat und hat einen hohen Kaloriengehalt. Der Energielieferant kommt in der Natur in verschiedenen Formen vor.

Quelle: dpa/zentrum-der-gesundheit.de

Haushaltszucker

Der Haushaltszucker (Saccarose) wird hauptsächlich aus Zuckerrohr und wie in Deutschland aus Zuckerrüben gewonnen.

Zucker hat viele Namen (1)

Es gibt verschiedene Sorten wie Kristallzucker, Puderzucker, Würfelzucker oder Kandis. In westlichen Gesellschaften ist der Konsum von raffiniertem Zucker zur täglichen Sucht geworden.

Zucker hat viele Namen (2)

Der Zuckergehalt eines Produktes wird häufig absichtlich vor dem Konsumenten „versteckt“. In der Zutatenliste des Etiketts wird der Zucker nämlich nicht unbedingt auch als solcher deklariert. Da steht vielleicht Saccharose oder Glukosesirup (als billiger Ersatz für Haushaltszucker, der nicht minder gefährlich ist).

Zucker hat viele Namen (3)

Oft enthalten Produkte auch reinen Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose). Bei all diesen Zuckerarten handelt es sich um raffinierte Industriezucker – ganz egal, ob sie nun aus der Milch oder aus Früchten gewonnen wurden.

Fruchtzucker

Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, klingt gesünder, hat aber keinen geringeren Energiegehalt als Kristallzucker. So müssen Diabetiker den Fruchtzucker wie normalen Zucker berechnen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass ein Übermaß an Fruktose in der Ernährung die Entwicklung von Fettleibigkeit begünstigt.

Künstliche Süßstoffe

Aspartam ist ein bekannter Süßstoff, der synthetisch hergestellt wird. Er ist in Softdrinks und Kaugummi weit verbreitet. Es gibt immer wieder Debatten, ob künstliche Süßstoffe gesundheitsgefährdend sind. Aspartam wurde in Deutschland 1990 zugelassen, die erlaubte Tagesdosis beträgt 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Natürliche Süßstoffe (Stevia)

Das zerkleinerte Stevia-Blatt ist 30-mal süßer als Kristallzucker. Wird der Süßstoff aus dem Blatt isoliert, erhält man den Süßstoff Steviosid, der 250- bis 300-mal süßer als Zucker ist. Ein weiterer Stoff, der aus der Pflanze gewonnen werden kann, ist das Rebaudiosid-A – 300- bis 450-mal süßer als Zucker.

Gesundheitsrisiko

Heute wird darüber diskutiert, ob Zucker ein Gesundheitsrisiko ist. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker ist in Deutschland und den USA mit mehr als 30 Kilogramm jährlich ähnlich hoch.

Maissirup

Die Amerikaner konsumieren aber mehr Maissirup, der häufig in Softdrinks verwendet wird. Er trägt möglicherweise zu Fettleibigkeit und einigen Erkrankungen bei.

Die Regierung solle zudem mit der Branche eine Strategie für die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten erarbeiten, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in dem Antrag. Zuerst hatten die „Rheinische Post“ und die „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch) darüber berichtet.

Zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen mahnen Union und SPD an, dass es mehr kleine Packungen geben soll. Dies solle den Bedürfnissen von Singles und allein lebenden älteren Menschen besser Rechnung tragen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

13.01.2015, 17:33 Uhr

Also auch so sieht der direkte Weg in den voll geregelten Sozialismus a la Merkel aus.

Mein Gott, wo sind wir mit dieser dicklichen Dame nur hin gekommen?

Account gelöscht!

13.01.2015, 19:06 Uhr

Einige Handelsketten haben in ihren Märkten bereits Kassen, die extra als süßwarenfrei gekennzeichnet sind. Stattdessen werden dort etwa Batterien und Einkaufsgutscheine platziert

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Was für die Eltern mit Süßigkeiten einzukaufen

zu verhindern gilt...

gilt dann für den Ehemann zu vermeiden dass weitere

Gutscheine mitgekauft werden für das Geld ausgeben

im Internet ???

Wie man es macht...ist es falsch . :-)))))




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