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13.03.2014

03:28 Uhr

„Wer betrügt, der sitzt“

Riexinger warnt im Fall Hoeneß vor „Promibonus“

Linksparteichef Riexinger fordert für Hoeneß eine Haftstrafe ohne Bewährung. Das Urteil im Steuerprozess könnte bereits heute fallen. Der Politiker warnte vor allem vor einem „Promibonus“.

Keine bevorzugte Behandlung für Hoeneß: Der Chef der Linkspartei, Bernd Riexinger, fordert eine Haftstrafe ohne Bewährung. dpa

Keine bevorzugte Behandlung für Hoeneß: Der Chef der Linkspartei, Bernd Riexinger, fordert eine Haftstrafe ohne Bewährung.

KölnIm Steuerprozess gegen den FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß vor dem Landgericht München II fordert der Chef der Linkspartei, Bernd Riexinger, eine Haftstrafe ohne Bewährung. Er warne vor einem "Prominentenbonus", sagte Riexinger dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Donnerstag.

Hoeneß habe "den Staat über Jahre um eine Summe betrogen, für die eine Krankenschwester mindestens tausend Jahre arbeiten muss". "Der Bundesgerichtshof hat für Fälle, in denen mehr als eine Million hinterzogen wurde, klar festgestellt - wer betrügt, der sitzt", sagte Riexinger. Eine Bewährungsstrafe würde seiner Ansicht nach "dem Rechtsempfinden vieler Bürger widersprechen".

In dem Prozess gegen Hoeneß halten Staatsanwaltschaft und Verteidigung am Donnerstag voraussichtlich ihre Plädoyers. Anschließend könnte die Wirtschaftsstrafkammer unter dem Vorsitzenden Richter Rupert Heindl ihr Urteil fällen.

Urteil wird für morgen erwartet: Hoeneß droht lange Haft

Urteil wird für morgen erwartet

Hoeneß droht lange Haft

Haftstrafe oder Straffreiheit – das Schicksal von Uli Hoeneß wird sich voraussichtlich am Donnerstag entscheiden. Alles hängt an der Frage, inwieweit das Gericht die Selbstanzeige als lückenhaft einschätzt.

Im Fall einer Verurteilung droht Hoeneß eine mehrjährige Haftstrafe ohne Bewährung. Ihm wird von der Anklage Steuerhinterziehung in Höhe von insgesamt 27,2 Millionen Euro vorgeworfen. Die Verteidigung hält allerdings nach wie vor eine strafbefreiende Selbstanzeige des 62-jährigen Hoeneß vom Januar 2013 für wirksam.

Von

afp

Kommentare (7)

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13.03.2014, 08:24 Uhr

In einer bestimmten Höhe gibt es keinen Promibonus sondern
den Schutz von Gleichgesinnten . Erinnert euch an den Mannesmann Prozess und die lachenden Angeklagten. Als Richter hatte der Staat eine Jugendrichterin eingesetzt und ich befürchtete damals schon, dass die Herren auf Karibik.Reise gehen müssen um sich selbst zu finden.

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13.03.2014, 09:19 Uhr

Herr Riexinger sollte für die versuchte Einflußnahme auf einen unabhängigen Richter direkt ins Gefängnis geschickt werden. Für ein MdB ist dieser Maßstab für mich zwingend.

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13.03.2014, 09:23 Uhr

Wenn ich das wieder höre. Wenn die Selbsanzeige vollständig und rechtens ist, dann muss Herr Hoeneß freigesprochen werden. Das mag moralisch verwerflich sein, aber so steht´s im Gesetz. Aber was kümmert das die Linkspartei und mit dem Zeigefinger wedelnde Gutmenschen.

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