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23.09.2013

17:39 Uhr

Werben um Koalitionspartner

Keiner will zur Damenwahl

VonNils Rüdel

Die FDP ist raus – nun braucht Merkel einen neuen Koalitionspartner. Doch während ihre Leute erste Avancen in Richtung Rot und Grün machen, geben die sich zurückhaltend. Wie mögliche Koalitionen aussehen könnten.

CDU sucht den Kontakt zur SPD

Merkel: „Wir sind offen für Gespräche!“

CDU sucht den Kontakt zur SPD: Merkel: „Wir sind offen für Gespräche!“

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BerlinNein, Mitleid hatten wohl nur die wenigsten an diesem Wahlabend in der CDU-Parteizentrale in Berlin. Die Union, nach dem historischen Wahlsieg besoffen vor Glück, feierte eine große Party, während unweit des Konrad-Adenauerhauses bei der FDP die Tränen flossen. Der kleine, wenig geliebte Koalitionspartner ist erstmals aus dem Bundestag geflogen. Fernsehbilder von weinenden Liberalen quittierten die bierseligen CDU-Gäste mit einem schadenfrohen „Oooh“.

Während der harte Kern an diesem Montag seinen Rausch ausschläft, geht es seit den Morgenstunden in den Gremien der CDU schon zur Sache. Was fangen wir an mit den sensationellen 41,5 Prozent der Stimmen? Da es knapp doch nicht für eine Alleinregierung reicht, muss Kanzlerin Angela Merkel nun einen neuen Koalitionspartner finden.

Nach dem Abgang der FDP bleiben der Union im Grunde nur noch zwei Möglichkeiten: eine Große Koalition mit der SPD. Oder die erste schwarz-grüne Regierung auf Bundesebene. Auf der anderen Seite könnte sich zumindest theoretisch noch eine linke Regierungsmehrheit finden und den Kanzler stellen, sollten sich SPD, Grüne und die Linkspartei zusammentun. Und wenn am Ende gar niemand koalieren will, blieben als letzte Möglichkeit sogar Neuwahlen. Die Szenarien im Einzelnen:

Welche Koalition soll Deutschland regieren?

Große Koalition aus Union und SPD – wahrscheinlich

Diese Konstellation hatte bereits vor der Wahl als das Wahrscheinlichste gegolten – auch wenn die Union stets für Schwarz-Gelb und die Sozialdemokraten stets für Rot-Grün trommelten. Merkel wird aber gleichzeitig nachgesagt, im Zweifel die Roten den Gelben vorzuziehen. Die Zusammenarbeit mit der SPD von 2005 bis 2009 soll sie als angenehmer empfunden haben als die Ehe mit der FDP danach.

Trotzdem ist eine Neuauflage von Schwarz-Rot noch lange nicht ausgemacht. Wie Äußerungen mehrerer Unions-Spitzenleute am Montag zeigten, ist die Partei gespalten in der Frage, mit wem man eher koalieren könnte. So sprach sich am Morgen etwa Unionsfraktionschef Volker Kauder indirekt für ein schwarz-rotes Bündnis aus. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir in eine große Koalition gehen“, sagte der CDU-Politiker.

Die Kanzlerin denkt offenbar genauso. Merkel sprach von einem „ersten Kontakt“ mit SPD-Chef Sigmar Gabriel, der aber ohne konkretes Ergebnis geblieben sei. Gabriel habe sie „verständlicherweise“ gebeten, dass die SPD zunächst am Freitag ihren Parteikonvent abhalten wolle.

Gemeinsamkeiten zwischen Union und SPD gibt es unter anderem in Europa-Fragen, überhaupt sind die beiden in der Außenpolitik nicht weit voneinander entfernt. Auch in vielen innenpolitischen Themen gibt es Überschneidungen, erst recht nachdem Merkel in den vergangenen Jahren programmatisch bei den Sozialdemokraten gewildert hatte.

Kommentare (38)

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Himmelfahrtskommando

23.09.2013, 16:03 Uhr

Also schwarz grün wäre doch was.

Dann sind die nämlich bei der nächsten Wahl auch nicht mehr dabei.

Aber vielleicht will ja auch die SPD einmal erfahren wie es ist, wenn man unter 10 % landet.

Somit wird es interessant, wer sich an dem Himmelfahrtskommando beteiligt.

VICTOR_KRUGER

23.09.2013, 16:08 Uhr

Jungs, jetzt gebt Euch doch mal einen Ruck, Ihr
seid doch ganze Kerle.

Die Lady hat die Lippen schon gespitzt.

Account gelöscht!

23.09.2013, 16:17 Uhr

Die Massenmedien sind nicht Gegner sondern
der Feind in diesem Land,
die Massenmedien die MSM Oligarchie aus Hollywood bestimmen die Politik in diesem Land und diese GRÜNEN sind deren agierender politischer Arm in diesem Land?
siehe diesen AKW-Ausstieg mit Fukushima (die Wirtschaftsbedienungen im Land zu erschweren mit dem zusätzlichen Zucker, das Merkels Stalinisten diese Mammutaufgabe völlig verreißen werden auf Kosten der Bürger/Wirtschaft/Land der Bonner Republik!) - dieser Politikapparat ist auf Stalinistisches Bildungsniveau siehe diese "Volkskammer" (sehen Sie sich Videobeiträge aus dem Bundestag an)
und wird einzig und allein aus den Schlagzeilen der MSM gemacht.
(siehe Börsensteuer das Jahr 2012 über, nach 17 verlorenen Krisengipfeln in EUR-EU an nächsten Tag die Schlagzeile zu lesen war aber die "Reichen" besteuern, Aktien, Derivate, Devisenhandel besteuern obwohl im Herbst 2011 die City of London sich von derartigen Eingriffen in ihre Geschäftsfelder hat befreien lassen) das ist wissentlicher und vorsätzlicher Betrug an den Lesern/Bürger!

Die Suggestion der MSM Mainstream Medien erfolgt über unterschwelligen Bildinformationen in der TV-Glotze (Texte, Kulissen) oder ganz platt über die aus dem Fotopool ausgesuchten Fotos, zu dem jeweiligen Artikelinhalt, durch den passenden Politiker-Gesichtsausdruck/Emotion zu suggerieren - nicht durch inhaltlich Aussage des Artikels,
sondern durch Emotionale Suggestion per Fotos zu den Artikeln den Inhalt an den Mann zu suggeriert.

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