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29.04.2016

14:16 Uhr

„What's right?“ zur Türkei

„Wie schön, ein Märtyrer zu sein!“

VonWolfram Weimer

Die Türkei schickt staatlich bezahlte Prediger nach Deutschland und baut serienweise Moscheen. Erdogan investiert gewaltig in die Islamisierung Deutschlands. In Comics werden Kinder schon einmal zum Märtyrertod animiert.

Der türkische Staatspräsident verfolgt seit langem eine missionarische Großstrategie zur islamischen Expansion – zunächst innerhalb der Türkei, zusehends aber auch im Ausland. AP

Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Staatspräsident verfolgt seit langem eine missionarische Großstrategie zur islamischen Expansion – zunächst innerhalb der Türkei, zusehends aber auch im Ausland.

Erdogan hatte es martialisch angekündigt: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Bajonette und die Gläubigen sind unsere Soldaten.“ Der türkische Staatspräsident verfolgt seit langem eine missionarische Großstrategie zur islamischen Expansion – zunächst innerhalb der Türkei, zusehends aber auch im Ausland. Daher investiert die Türkei systematisch auch in die Missionierung Deutschlands.

Über die staatliche Religionsbehörde Diyanet und ihren Deutschland-Ableger Ditib soll die Islamisierung generalstabsmäßig organisiert werden. Neben dem flächendeckenden Bau von Moscheen und Gebetsräumen schickt Ankara – über Staatsmittel finanziert – inzwischen auch offiziell rund 1000 Imame in deutsche Moscheen. Sie fungieren in vielen deutschen Gemeinden als Prediger und Seelsorger, aber eben auch als politische Agitatoren Erdogans.

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Wolfram Weimer

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Sie bleiben in der Regel nur wenige Jahre in Deutschland, sprechen schlecht Deutsch und verbreiten eine orthodox-sunnitische, osmanisch-repressive Religionsauffassung und schüren zuweilen Antisemitismus. Von Verfassungsschutzämtern häufen sich Berichte über politische Agitationen in Ditib-Moscheen und die Bildung von Sympathisantenszenen radikaler Islamisten.

Nun sorgt ein Kinder-Comic der Religionsbehörde Diyanet für Aufregung. Die von den obersten Religionshütern veröffentlichten, bunten Zeichnungen verherrlichen den Märtyrertod. In der Bildergeschichte mit der Botschaft „Möge Gott unsere Märtyrer segnen, mögen ihre Gräber mit heiligem Licht erfüllt werden“, die sich an Kinder richtet, schildert ein Vater seinem Sohn, wie ehrenvoll es sei, für seine Überzeugungen zu sterben.

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Der Vater sagt: „Wie schön, ein Märtyrer zu sein!“ Daraufhin fragt ihn sein Sohn: „Willst Du ein Märtyrer sein?“ und erhält als Antwort: „Natürlich will ich ein Märtyrer sein. Wer will nicht in den Himmel?“ An anderer Stelle heißt es: „Märtyrer sind im Himmel so glücklich, dass sie zehnmal Märtyrer sein wollen.“ Oder: „Ich wünschte, ich könnte auch ein Märtyrer sein.“ An andere Stelle sagt ein Mädchen: „Ich wünschte, ich könnte Märtyrer sein.“ Darauf antwortet die Mutter: „Wenn Du es Dir genug ersehnst, dann wird Allah Dir die Gelegenheit geben.“

Den Diyanet-Comic kommentiert die türkische Zeitung „Cumhuriyet“ so: „Religiösität ist in den letzten Jahren buchstäblich zu einem politischen Werkzeug geworden. Sie verstecken es noch nicht einmal“, zitiert die Zeitung den Psychologen und Erdogan-Kritiker Serdar Degirmencioglu.

Kommentare (16)

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Herr Andreas Kumpfmüller

29.04.2016, 14:35 Uhr



Es sieht so aus, als ob die Altparteien auch langsam einsehen, daß der Islam nicht nur eine Religion ist, sondern ein Herrschaftsanspruch mit ihm verbunden ist, der sich gegen alle Ungläubigen, also gegen uns richtet. Dschihad ist die Agression gegen das Abendland, dazu gehört auch der Geburten-Dschihad: erklärtes Ziel: wir gebären Euch zu Tode! Und das alles richtet sich nicht gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung? Aufwachen deutscher Michel! Nicht umsonst als Schlafmütze dargestellt. Und wenn Du aufgewacht bist: Schlafmütze über die Augen hochschieben, damit Du auch siehst, was um Dich herum geschieht!

Kreuze als Symbole des christlichen Glaubens ( unserer Religion) müssen entfernt werden, während Minarette und Muezzinruf und Burka unbedingt notwenig und durch die Religionsfreiheit gedeckt sind? Da ist die Integration der Deutschen an die fremden Islamisten ja schon voll geglückt!

Ich sag nur eins: AfD wählen, damit dieser Wahnsinn ein Ende hat!
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Herr Jürgen Dannenberg

29.04.2016, 14:43 Uhr

Endlich mal ein realistischer Artikel der die Machenschaften eines Erdogans und die Türkei beleuchtet.
Aber es soll mir doch keiner sagen das Frau Merkel und Co. nix davon gewusst haben, so blöd CDU.

Account gelöscht!

29.04.2016, 14:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Weimer,

gewiß haben Sie in Ihrem Artikel und mit Ihrer Warnung vor der Türkei und ihren Imamen in Deutschland recht.

Gewiß ist es auch begrüßenswert, daß inzwischen vereinzelt (!) auch aus den Reihen der Altparteien kritische Worte zum Herrschaftsanspruch des Islam zu hören sind.

Und gewiß ist es lobenswert, daß Sie einige dieser Äußerungen zitieren.

Wo aber bleibt ihr klar ausgesprochener Dank an die AfD, die Mut gehabt hat, beim Thema Islam das Schweige- und Verharmlosungskartell der Altparteien zu brechen? Sie ist es schließlich gewesen, die die Diskussion erst angestoßen hat.

Es ist ja ganz klar: Wenn die AfD nicht den Mut gehabt hätte, das Islamthema kritisch anzusprechen, hätten die Altparteien weiter den Kopf in den Sand gesteckt, die beunruhigte Bevölkerung beschwichtigt und die Probleme systematisch verharmlost und totgeschwiegen.

Die Altparteien haben beim Thema Islam total versagt, und es ist einzig und allein der AfD zu verdanken, daß in Deutschland allmählich ein Umdenken eingesetzt hat.

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