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29.09.2012

09:49 Uhr

„Wichtiger Beitrag“

Union verteidigt die Praxisgebühr

Die Opposition und die FDP lehnen die Praxisgebühr ab - die Union aber will daran festhalten. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sei aber für Vorschläge offen, wie man sie besser gestalten könne.

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn (CDU), will an der Praxisgebühr festhalten. dapd

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn (CDU), will an der Praxisgebühr festhalten.

DüsseldorfDie Unionsfraktion im Bundestag steht weiter hinter der umstrittenen Praxisgebühr. „Die Gebühr bleibt“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Jens Spahn (CDU), dem Magazin „Wirtschaftswoche“ laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Abgabe steuere einen wichtigen Betrag zum Gesundheitswesen bei. Er wolle jedoch „jederzeit“ mit sich reden lassen, „wie man die Praxisgebühr besser gestalten kann“, sagte Spahn.

Die Praxisgebühr von zehn Euro, die seit dem Jahr 2004 jeder Patient beim ersten Arztbesuch im Quartal bezahlen muss, bringt jährlich etwa zwei Milliarden Euro ein. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hält sie für überflüssig. Nach Meinung von Kritikern wurde das Ziel der Praxisgebühr, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren, verfehlt. Auch die Opposition fordert die Abschaffung der Abgabe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt dies hingegen ab.

Von

afp

Kommentare (5)

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Reformer

29.09.2012, 10:18 Uhr

"Nach Meinung von Kritikern wurde das Ziel der Praxisgebühr, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren, verfehlt."

Da haben die Kritiker offenbar nicht verstanden, dass das nie das Ziel der Praxisgebühr war.

nobum

29.09.2012, 10:45 Uhr

Diese Herrschaften denken von 12 bis Mittag und spekulieren auf die "Geiz-ist-geil" Mentalität einiger Wähler, um gewählt zu werden. Je näher der Wahltermin kommt, desto mehr Reformen müssen dran glauben. Für eine handvoll Euro kann man im Klientel der Anderen fischen.

Account gelöscht!

29.09.2012, 13:51 Uhr

"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt dies hingegen ab."

Damit ist eigentlich alles gesagt. Andererseits wird gefordert, dass die Kassen die Überschüsse zurück geben sollen.

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