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11.01.2010

17:38 Uhr

Widerspruch

Bundesagentur bessert 280 000 Hartz-IV-Bescheide nach

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat vergangenes Jahr rund 280 000 Hartz-IV-Bescheide nachbessern müssen. Jedem dritten Bescheid, gegen den Widerspruch eingereicht worden ist, wurde stattgegeben.

Die Bundesagentur für Arbeit muss zahlreiche Hartz-IV-Bescheide nachbessern. Quelle: ap

Die Bundesagentur für Arbeit muss zahlreiche Hartz-IV-Bescheide nachbessern.

HB NÜRNBERG. Von den 766 700 zwischen Januar und November bearbeiteten Widersprüchen wurden 36,4 Prozent ganz oder teilweise stattgegeben, bestätigte die Nürnberger Behörde am Montag einen Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz". 206 000 Betroffene erzielten einen Sieg auf der ganzen Linie; weitere 73 000 Widersprüche gegen Hartz-IV-Bescheide hatten zumindest teilweise Erfolg.

Im Jahr zuvor lag die Berichtigungsquote unwesentlich höher: 36,5 Prozent der Bescheide wurden 2008 korrigiert, sagte ein BA-Sprecher. Von den 841 000 bearbeiteten Widersprüchen wurden 224 000 ganz, 82 000 teilweise verbessert.

Das für Hartz IV zuständige BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt führt die hohe Zahl falscher Bescheide auf die schwierige Personalsituation in den Arbeitsgemeinschaften zurück, die für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen zuständig sind. "Wir haben erhebliche Qualifikationsdefizite, die noch verschärft werden durch eine hohe Personalfluktuation in unseren Arbeitsgemeinschaften", sagte Alt "Report Mainz". Auch im Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa hatte Alt vor kurzem darauf hingewiesen, dass gerade der häufige Wechsel der Fallbearbeiter ein Problem darstelle.

Untrainiertes Personal sei unter anderem auch für das schlechte Image der Grundsicherung seit dem Start der Hartz-IV-Reform 2005 verantwortlich.

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