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22.01.2005

10:06 Uhr

Widerstand vom DGB

DIHK will West-Arbeitzeit auf Ostniveau bringen

DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben hat eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit in den alten Ländern auf ostdeutsches Niveau gefordert. Die neuen Länder seien bei der Arbeitszeit Vorbild für den Westen.

HB BERLIN. In der anhaltenden Diskussion um Arbeitszeiten in Deutschland hat der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, gefordert, die alten Bundesländern müssten sich Ostdeutschland zum Vorbild nehmen. Eine Umfrage habe ergeben, dass bei rund zwei Dritteln aller Ostunternehmen 40 Stunden wöchentlich gearbeitet werde, sagte Wansleben der Chemnitzer «Freien Presse» vom Samstag.

In mehr als 70 Prozent der Westbetriebe liege dagegen die regelmäßige Wochenarbeitszeit deutlich darunter, verglich Wansleben. In jedem fünften Betrieb des verarbeitenden Gewerbes sei die 35-Stunden-Woche immer noch Standard. Bei industriellen Großunternehmen treffe dies sogar auf 46 Prozent zu.

Wansleben sagte weiter, es brauche sich niemand zu wundern, dass über die Hälfte aller westdeutschen Industriebetriebe in den nächsten drei Jahren die Arbeitszeiten ohne vollen Lohnausgleich verlängern wolle. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wies Wanslebens Forderung zurück.

DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer sagte, angesichts der weiterhin schwachen Binnenkonjunktur «verbietet sich geradezu eine generelle Verlängerung der Arbeitszeit», sagte Putzhammer der «Freien Presse». Ein solcher Schritt hätte noch mehr Entlassungen oder Stellenstreichungen zur Folge.

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