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21.01.2011

16:33 Uhr

„Willkommenskultur schaffen“

Wirtschaft lobt Fachkräfteplan der BA

ExklusivDer Zehn-Punkte-Plan der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit konkreten Maßnahmen gegen den drohenden Fachkräftemangel stößt auf Zustimmung in der deutschen Wirtschaft. Der DIHK warnte zugleich vor einem falschen Zungenschlag in der Debatte.

dne/HB DÜSSELDORF. Die BA nehme mit ihrem Plan ein „wichtiges Thema“ in den Fokus, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, Handelsblatt Online. Auch der DIHK habe immer wieder darauf hingewiesen, dass Deutschland zur Fachkräftesicherung einen „Maßnahmen-Mix“ brauche. „Dazu gehört die bessere Ausschöpfung hiesiger Potenziale, zum Beispiel mehr Frauen und Ältere in Beschäftigung zu integrieren und insgesamt das Qualifikationsniveau zu steigern“, sagte Driftmann.

Der DIHK warnte zugleich vor einem falschen Zungenschlag in der Debatte. „Wir dürfen diese Aktivitäten nicht ausspielen gegen das Thema Zuwanderung“, sagte Driftmann. „Denn wir müssen in der Tat ausländischen Fachkräften die Türen weit öffnen und eine Willkommenskultur schaffen.“

In ihrem Zehn-Punkte-Plan fordert die BA Maßnahmen für eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit von Älteren und Frauen sowie gegen die hohen Abbrecherquoten in Schule, Ausbildung und Studium. Damit allein sei der demografische Wandel aber nicht zu bewältigen. „Insgesamt wird sich das Problem ohne Zuwanderung nicht lösen lassen“, sagte BA-Vorstand Raimund Becker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Das Arbeitsministerium von Ursula von der Leyen (CDU) erklärte, der Befund der BA werde „vollauf geteilt“. Das Ministerium verwies darauf, dass mit Arbeitgebern und Gewerkschaften Gespräche stattfänden. Die unter dem Titel „Fachkräfte der Zukunft“ einberufene Arbeitsgruppe soll eine Erklärung für ein im Sommer geplantes Gipfeltreffen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Spitzen der Wirtschaft und der Gewerkschaften vorbereiten. Dabei geht es nach Angaben von Teilnehmern um eine Bestandsaufnahme und das Aufzeigen von Handlungsbedarf.

Zuwanderung ist in der schwarz-gelben Koalition ein leicht entzündliches Streitthema. Eine Arbeitsgruppe der Fachpolitiker dazu nahm am Freitag ihre Beratungen auf. Ministerin von der Leyen war im Dezember mit dem Vorstoß abgeblitzt, die Gehaltsschwellen für die Anwerbung Hochqualifizierter aus dem Ausland zu senken. Zudem will sie für einige Berufsgruppen die Vorrangprüfung aussetzen, wonach zunächst geprüft werden muss, ob nicht eine inländische Arbeitskraft Vorrang hat. Die Umsetzung steht noch aus. „Das Konzept der Ministerin ist Gegenstand von fachlichen und politischen Sondierungen, Gesprächen und Prüfungen innerhalb der Bundesregierung und mit den Koalitionsfraktionen“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Kommentare (8)

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Hereinspaziert... Aber nur wenn ihr euch so knechten lasst, wie die Deutschen.

21.01.2011, 19:16 Uhr

Wenn die Wirtschaft die bundesagentur für Arbeit lobt, dann müssen doch sofort alle Alarmglocken angehen. Natürlich brauchen wir eine Willkommenskultur. Alle rein hier. Wer will noch was, wer hat noch nichts? Hat man immernoch nicht aus den Fehler der letzten Jahre gelernt? "Merkel stellt sich bei der Jungen-Union-Sitzung auf die bühne und sagt: "Multikulti ist absolut gescheitert." Und nun gehts weiter, wie vorher. Dass die eigene bevölkerung gerade wegen dieser Multikulti-Grütze keine Kinder mehr in dieses Land gebähren will, interessiert keinen Politiker. Die Zuwanderung hat doch nur ein Ziel. Die Senkung des allgemeinen Lohnniveaus. Und dabei ist das Lohnniveau soweit im Keller, dass die Wirtschaft begreifen sollte, dass sie dafür keine brauchbaren Fachkräfte bekommt. Schon garnicht aus dem Ausland. Die Deutschen wandern in andere Länder aus, wie z.b. in den skandinavischen Raum oder sorgen für bevölkerungsschwund, weil sie sich von der Politik und der Wirtschaft nur noch belogen und betrogen vorkommen. Und das wollen sie nicht auch noch ihren ungeborenen Kinder antun. Jetzt sollen die Ausländer (darf man das noch sagen) die selbstgemachte Lücke füllen. Wie dumm sind unsere Politiker und die angeblichen Wirtschaftsexperten eigentlich? in Deutschland ist doch nichtmal die eigene bevölkerung willkommen. Man tut doch alles dafür, dass die Geburtenrate ständig zurückgeht. Wer ist denn schon so verrückt und kommt freiwillig als Mensch mit Migrationshintergrund (das war doch die bezeichnung, die man pc benutzen darf) in so ein arbeitnehmer- und steuerzahlerfeindliches System? Wer hat diesen dummen Politikern und den unfähigen Wirtschaftsbossen nur soviel Macht gegeben, dass sie ihre Fehler immer weiter ausbauen dürfen und trotzdem ungeschoren dafür wegkommen?

Island

21.01.2011, 19:23 Uhr

Vom Artikel:
Durch eine gesteuerte Zuwanderung könnten laut bA bis zum Jahr 2025 etwa 400 000 bis 800 000 zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland gewonnen werden. Dies sei „ambitioniert“. Voraussetzung sei, dass ab 2015 durch Zuwanderung jährlich 100 000 bis 200 000 mehr Menschen nach Deutschland kämen als durch Abwanderung verloren gehe. 2009 seien mehr Menschen ab- als zugewandert. Unter den Zuwanderern seien 17 000 Fachkräfte gewesen, davon 12 000 Hochschulabsolventen, 4400 Mitarbeiter internationaler Firmen und knapp 700 Hochqualifizierte

Die anderen waren 100.000 zusätzliche Hartz 4 Empfänger die wir Herzlich Willkommen heißen.

Einen besondern Dank an die Türkei die uns auch in diesen Jahr mit 29.000 zusätzlichen Hartz 4 Empfängern beglückte, in diesem Zusammenhang ist es aber negativ aufgefallen das sich 1000 Menschen aus der Türkei nach Arbeit erkundigt haben.

Wir haben doch keine Arbeit!

Wie üblich erhalten sie Hartz 4 Anträge an der Grenze oder an denen von ihnen bekannten Ämtern die ihnen mit Rat und Tat (Dolmetscher) unterstützen damit sie alle Leistungen unseres Sozialstaates genießen können.

ihre bundesregierung

Politiker

21.01.2011, 19:35 Uhr

Man nenne mir einen Grund, warum sich die Wirtschaft die letzten Jahre/Jahrzehnte weigerte den Nachwuchs auszubilden? ich kenne 2: Man will nur ungebildete Sklaven , die umsonst arbeiten und man will die Firma schädigen, wo man nur kann.

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