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12.05.2012

10:08 Uhr

Winfried Kretschmann

„Für neue Straßen fehlt das Geld“

VonBert Losse, Dieter Schnaas
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann attackiert die Kanzlerin, will drastisch Stellen einsparen – und fordert eine Maut auf allen Straßen. Eine Bilanz nach einem Jahr Grün-Rot in Baden-Württemberg.

Winfried Kretschmann: „Direkte Demokratie hat besonders viel Charme, wenn man gewinnt.“ dpa

Winfried Kretschmann: „Direkte Demokratie hat besonders viel Charme, wenn man gewinnt.“

WirtschaftsWoche: Herr Ministerpräsident, als Sie vor einem Jahr zum ersten grünen Ministerpräsidenten gewählt wurden, herrschte in der Wirtschaft große Skepsis. Haben Sie die Bedenken zerstreuen können?

Winfried Kretschmann: Es gab anfangs einige Irritationen – auf beiden Seiten. Wir haben aber intensive und fruchtbare Gespräche mit der Wirtschaft geführt. Ich glaube, man ist unter dem Strich mit uns zufrieden. Dass ökologische Modernisierung die Weltmarktchancen erhöht, haben die meisten Betriebe ohnehin längst begriffen.

Die IHK Stuttgart bezeichnet die Energie- und Verkehrspolitik Ihrer Koalition als Investitionshindernis. Das klingt jetzt nicht ganz so wohlwollend.

Einige Funktionäre der IHK Stuttgart kommentieren so ziemlich alles negativ, was wir machen. Fakt ist, dass ich eine kaum zu bewältigende Flut von Einladungen zu Veranstaltungen der Wirtschaft erhalte und eine Vielzahl persönlicher Kontakte zu Unternehmern pflege. Mit den Vorstandschefs von Porsche, Daimler und Bosch etwa stehe ich in regelmäßigem Austausch...

...die Sie bei Amtsantritt mit der Aussage verschreckten, weniger Autos seien besser als mehr. Sehen Sie das heute anders?

Nein. Mir ist aber bewusst, dass über die Zahl der Autos in Deutschland und der Welt nicht der Ministerpräsident von Baden-Württemberg entscheidet. Wir werden noch viele Autos weltweit verkaufen, umso wichtiger ist es, dass wir andere, umweltfreundlichere Autos bekommen. Da sind die Hersteller in Baden-Württemberg auf gutem Weg, etwa bei der Elektromobilität.

Ministerpräsident: Der konservative Grüne

Ministerpräsident

Der konservative Grüne

Winfried Kretschmann konnte im ersten Amtsjahr ein Versprechen nicht einhalten.

Ein besonders wichtiger Manager wird für Sie Frank Mastiaux, der neue Chef des baden-württembergischen Energiekonzerns EnBW. Was erwarten Sie von ihm?

Er soll die EnBW zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickeln, das nicht nur Strom verkauft, sondern seine Wertschöpfungskette verlängert. Die Rückkehr in die alte Welt ist dem Konzern versperrt. Die EnBW verfügt über großes technisches Know-how, das sie den Kunden nutzbar machen muss, etwa durch Service und intelligente Netze. Das Unternehmen hat zudem langfristig nur eine Chance, wenn es eng mit den Stadtwerken zusammenarbeitet.

Kommentare (12)

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tsabo

12.05.2012, 10:34 Uhr

Na - ja die Antworten sind alle pillepalle...die hätte jeder geben können - die anderen sind immer verantworlich..das war bei den Grünen unter Rot-Grün schon so..- beide haben beschlossen aber nur die Roten waren veranwortlich ( siehe Hartz IV).
Doch bei einem Punkt sollte man aufhorchen - eine Satellitenüberwachte Strassenmaut für alles Strassen...
Ja so stellen sich das die GRÜNEN vor - so muss und will ich mein Volk kontrollieren..- wer jetzt noch nicht bemerkt welchen Wolf im Schafspelz- man mit Kretschmann gewählt der tut mir leid - Ein Kommunist unter dem Deckmantel des Glaubens , der ein wenig philosophiert..nebenbei sein Volk ausspäht - DDR lässt grüssen - Das Wort Datenschutz geht dem ja nicht über die Lippen - da kann ich nur noch sagen ein Hoch den Piraten und der FDP..

MaWo

12.05.2012, 10:41 Uhr

Hallo,
wie wäre es denn, wenn Politiker (aller Couleur) und deren Begünstigte, endlich aufzuhören sich ohne resp. mit minimalen Beiträgen Pensionen zu genehmigen, wie sie mit der höchsten Beitragszahlung unmöglich sind.
Hier wird die simpelste Mathematik auf den Kopf gestellt und diese Begünstigung und Vorteilsnahmung mit der Macht der Gesetzgebung zum eigenen Nutzen durchgesetzt.

MaWo

12.05.2012, 10:49 Uhr

Hallo,
wie wäre es denn, wenn Politiker (aller Couleur) und deren Begünstigte, endlich aufzuhören sich ohne resp. mit minimalen Beiträgen Pensionen zu genehmigen, wie sie mit der höchsten Beitragszahlung unmöglich sind.
Hier wird die simpelste Mathematik auf den Kopf gestellt und diese Begünstigung und Vorteilsnahme mit der Macht der Gesetzgebung zum eigenen Nutzen durchgesetzt.
Beendet diese Raubzüge und die Straßen können im Winter beheizt werden (der letzte Halbsatz ist ironisch gemeint).

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