Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.09.2011

11:16 Uhr

Wirtschaft

Merkel warnt vor immer weniger Arbeitskräften

Bundeskanzlerin Merkel hat die Wirtschaft aufgefordert, die drastisch sinkende Zahl an Arbeitskräften auszugleichen. Dafür sollten Firmen erst Arbeitslose im eigenen Land einstellen und erst dann in der EU suchen.

Merkel fordert mehr Einsatz gegen den Fachkräftemangel. Reuters

Merkel fordert mehr Einsatz gegen den Fachkräftemangel.

BerlinUm dem dramatischen Rückgang an Arbeitskräften in den kommenden Jahren auszugleichen, muss die Wirtschaft nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel verstärkt Arbeitslose einstellen. In den kommenden 15 Jahren werde in Deutschland das Angebot an Arbeitskräften um 6,5 Millionen schrumpfen. „Die Fachkräfte von morgen sollten vor allen Dingen erst einmal aus unseren eigenen Reihen kommen“, sagte Merkel am Samstag in ihrem Video-Podcast. Noch immer gebe es eine Jugendarbeitslosigkeit von 9,1 Prozent in Deutschland. Ziel müsse es sein, dass alle Jugendliche einen Schulabschluss erhielten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werde.

Arbeitskräfte aus dem Ausland sollten erst in zweiter Linie angeworben werden - und dann bevorzugt aus der EU, wo es eine erhebliche Jugendarbeitslosigkeit gebe, erklärte Merkel. „Es ist ganz wichtig, dass wir auch in den Ländern der Europäischen Union sagen: Deutschland ist ein offenes Land, Fachkräfte werden hier gebraucht.“

Merkel fordert zudem, ältere Arbeitskräfte stärker zu nutzen. Dafür müsse auch das tatsächliche Renteneintrittsalter an das gesetzliche angepasst werden. Allerdings scheint die Entwicklung in eine völlig andere Richtung zu laufen. Denn offenbar beendeten im vergangenen Jahr mehr Versicherte trotz finanziellen Abschlägen vor dem mittlerweile gesetzlich erhöhten Renteneintrittsalter ihr Berufsleben. 2010 nahmen von rund 856.000 Neu-Rentnern, die in Altersruhestand oder Erwerbsminderung gingen, knapp 496.000 Abschläge in Kauf, berichtete die „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe) unter Berufung auf Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV). Die Rentenversicherung begründet die Entwicklung demnach mit der Verschiebung der Altersgrenzen nach oben, durch die mehr Versicherte in die Situation geraten, Abschläge hinzunehmen, wenn sie in einem bestimmten Alter in den Ruhestand gehen.

Von

rtr

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Habnix

24.09.2011, 12:00 Uhr

Oh Merkel,du bist Konträr zu deinen Strippen Zieher im Hintergrund.

Account gelöscht!

24.09.2011, 12:30 Uhr

Die Merkel hat durch ihre eigene Kinderlosigkeit zur dem von ihr beklagten Zustand beigetragen.

Machiavelli

24.09.2011, 12:44 Uhr

Warum sollte man Menschen zwingen ihre Heimat zu verlassen?
Besser wäre der Produktionsstandort zu verlagern! Auch wegen der Konvergenz der Wirtschaften.
Die meisten Junge Arbeitslose aus der EU, wenn sie auswandern müssen, würden dann lieber in die USA, Kanada, Australien und sogar Südamerika auswandern.
Deutschland ist für sie nicht unbedingt die erste Wahl. Dies nicht zuletzt wegen der Einstellung mancher Deutsche gegenüber Ausländer.
Deutschland hat kein Einwanderungskultur!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×