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03.01.2011

00:51 Uhr

Wirtschaft mit Nachwuchssorgen

Handwerk droht 2011 Engpass bei Lehrlingen

Der erwartete Engpass bei Lehrlingen und Fachkräften ist nach Einschätzung des Handwerksverbandes bereits eingetreten. Schon warnt Verbandspräsident Kentzler vor vielen Tausenden fehlenden Bewerbern.

Droht 2011 die Lehrlingslücke? Quelle: ap

Droht 2011 die Lehrlingslücke?

HB DÜSSELDORF. Handwerkspräsident Otto Kentzler hat vor einem Mangel an Lehrlingen und Fachkräften in Deutschland gewarnt. „Allein in diesem Winter fehlen über 7000 Auszubildende“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). Die Bundesagentur für Arbeit melde 12300 Bewerber, denen 19 600 unbesetzte Lehrstellen gegenüberstünden.

In Wahrheit sei die Bewerberlücke jedoch noch größer, so Kentzler, weil viele Handwerksbetriebe sich dort gar nicht meldeten. Im Osten Deutschlands habe sich die Zahl der Schulabgänger in wenigen Jahren halbiert. Dort schauten die Unternehmer bereits in die östlichen Nachbarländer und hofften, von dort Nachwuchs zu gewinnen.

Schon in diesem Jahr drohten erste Engpässe auch bei Fachkräften. „Zuerst werden es die Ausbauhandwerker spüren, Elektriker und Heizungsbauer etwa“, sagte Kentzler. Auch die Zulieferer der Maschinenbauer und der Autoindustrie bekämen bald Schwierigkeiten.

Kommentare (3)

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Island

03.01.2011, 02:35 Uhr

Es müssen nicht immer „Lehrlinge“ sein.

(Die sind zwar billig)

Aber auch „Umschüler“ sind sehr brauchbar!!!!!

Zeitzeuge

03.01.2011, 03:02 Uhr

bei den Hungerlöhnen, die im Handwerk gezahlt werden, kein Wunder! Und die dürftigen Qualifikationen, die in anspruchsvollen Handwersberufen nötig wären? Zum Totlachen!

Eine alte Handwerksregel heißt:

OHNE PREiS KEiN FLEiSS!

Gunter Schreyer

16.01.2011, 22:36 Uhr

Jahrelang wurde die Ausbildung vernachlässigt und nun wird lamentiert.

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