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27.01.2005

18:55 Uhr

Wirtschaft übt Kritik

Reform der Berufsausbildung verabschiedet

Trotz Kritik von Wirtschaft und Handwerk hat der Bundestag am Donnerstag eine Reform der Berufsausbildung beschlossen.

HB BERLIN. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und der CSU/CSU-Fraktion verabschiedete das Parlament ein Gesetz, wonach Jugendliche künftig auch dann einen Gesellenbrief erwerben können, wenn sie einen Beruf nicht im Betrieb, sondern an der Berufsschule erlernt haben. Zudem wird die dreijährige Lehrzeit verstärkt stufenweise organisiert, damit praktisch begabte Lehrlinge bereits nach zwei Jahren in den Beruf wechseln und sich später weiterqualifizieren können.

Wenn der Bundesrat ebenfalls zustimmt, sollen die Neuregelungen im April oder Mai in Kraft treten und bereits zum Beginn des neuen Lehrjahres gelten. Der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Horst Rehberger (FDP), mahnte allerdings eine flexiblere Regelung bei der Ausbildungsvergütung an.

Auch die Arbeitgeber sowie die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) nannten die derzeit vorgeschriebenen Löhne ein „Ausbildungshemmnis“. Zudem kritisierte der Bundesverband der Arbeitgeber (BDA), die Stufenausbildung werde „de facto“ abgeschafft, weil für eine zweijährige Lehre weiterhin ein dreijähriger Ausbildungsvertrag zwingend vorgeschrieben wird. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagte hingegen, die Reform sorge bei der Ausbildung für mehr „Attraktivität und Qualität“.

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