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18.01.2010

08:45 Uhr

Wirtschaftsdelikte

Justizministerin will längere Managerhaftung

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will als Konsequenz aus der Finanzkrise die persönliche Haftung für Manager verschärfen. Insbesondere sollten die Verjährungsfristen bei einschlägigen Wirtschaftsdelikten verlängert werden. Die Justizministerin forderte zudem, geltende Regeln konsequenter anzuwenden.

Bisher können Ansprüche gegen Vorstände nur fünf Jahre lang geltend gemacht werden. Geht es nach Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, so soll sich das nun ändern. Quelle: ap

Bisher können Ansprüche gegen Vorstände nur fünf Jahre lang geltend gemacht werden. Geht es nach Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, so soll sich das nun ändern.

Reuters BERLIN. "Haftungsansprüche verjährten bislang zu früh, das müssen wir ändern", sagte die Justizministerin dem "Spiegel". Aufgrund von Sonderregeln im Aktienrecht könnten Ansprüche gegen Vorstände nur fünf Jahre lang geltend gemacht werden. In der Finanzkrise habe sich aber gezeigt, dass negative Folgen mancher Geschäfte erst nach längerer Zeit sichtbar würden. Als eine entscheidende Ursache der Krise nannte die FDP-Politikerin eine "wirtschaftliche Spielermentalität".

In der "Bild am Sonntag" forderte Leutheusser-Schnarrenberger zudem, geltende Regeln konsequenter anzuwenden. "Wir haben scharfe Bestimmungen, um Manager und Aufsichtsräte zur Verantwortung zu ziehen", sagte sie der Zeitung. "Davon wird aber nach meiner Überzeugung zu wenig Gebrauch gemacht."

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