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03.01.2009

12:11 Uhr

Wirtschaftskrise

Rüttgers fordert 100-Milliarden-Fonds

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will Unternehmen, die in einer Kreditklemme stecken, mit "einer Art Marshall-Plan" unterstützen. Rüttgers denkt offenbar an eine Fonds-Lösung, der mit rund 100 Milliarden Euro ausgestattet sein sollte.

HB HAMBURG. Der "Deutschlandfonds", wie ihn Rüttgers im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" nannte, solle Unternehmen mit Liquiditätshilfen unterstützen. Der Fonds könne bei der KfW-Bankengruppe angesiedelt werden, schlägt der Politiker vor. Der Fonds könne dann vorübergehend Beteiligungen an gefährdeten Unternehmen erwerben. "Wenn der Staat nicht handelt, besteht die große Gefahr, dass die industrielle Struktur Deutschlands auf lange Zeit und wahrscheinlich unwiederbringlich beschädigt wird", sagte Rüttgers weiter.

Rüttgers bezeichnete seinen Vorschlag als "eine Art Marshall-Plan für die Unternehmen", um die Folgen der Weltwirtschaftskrise abzumildern. Der Marshall-Plan war ein wirtschaftliches Wiederaufbauprogramm der USA für Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg, von dem auch Deutschland stark profitiert hat. Wenn in den nächsten Monaten die vorhandenen Instrumente - zum Beispiel das Kurzarbeitergeld oder die flexiblen Arbeitszeitkonten - ausgeschöpft seien, dann könne die Arbeitslosigkeit "dramatisch" ansteigen; auch bislang gesunde Unternehmen könnten insolvent werden, befürchtet Rüttgers.

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