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05.02.2015

14:26 Uhr

Wohnungsmarkt

IG Bau will staatliche Umzugsprämie für Senioren

Weil der Umzug eine große Hürde ist, sitzen Senioren der IG Bau zufolge in ihren zu großen Wohnungen fest. Um solche Umzüge zu erleichtern, fordert die Gewerkschaft nun eine staatliche Prämie.

Für umzugswillige Senioren fordert die IG Bau eine Prämie für den Umzug in kleinere Wohnungen. dpa

Prämie

Für umzugswillige Senioren fordert die IG Bau eine Prämie für den Umzug in kleinere Wohnungen.

BerlinSenioren in Ballungsräumen sollen nach Vorstellungen der IG BAU bis zu 5000 Euro staatliche Umzugsprämie für den Wechsel in kleinere Wohnungen bekommen. „Viele Senioren sitzen im Alter in ihren großen Wohnungen fest, viele Familien müssen dagegen in viel zu kleinen Wohnungen wohnen. Diesen Missstand müssen wir beheben“, sagte Gewerkschaftschef Robert Feiger der „Bild“-Zeitung. Konkret schlug er vor, umzugswilligen Senioren für Umzugshelfer, Maklerkosten und Renovierung der alten Wohnung je nach Bedarf bis zu 5000 Euro staatliche Prämie zu bezahlen. Aus Berlin kommt Widerstand.

„Vielen Menschen wird im Alter, wenn Sie vielleicht auch alleinstehend sind, ihre Wohnung zu groß. Aber oft ist schon der Umzug eine zu große Hürde, sowohl finanziell als auch organisatorisch. Hier muss der Staat helfen“, meinte Feiger.

Diese Idee verweise zwar auf ein drängendes Problem, sagte Bauministerin Barbara Hendricks (SPD). Denn es gebe in der Tat zu wenig bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern. „Ich halte diesen Vorschlag aber nicht für geeignet, dieses Problem zu lösen.“ Besser sollte laut Hendricks der Umbau von altersgerechten Wohnungen, wie Änderungen am Grundriss oder die Teilung von Wohnungen, gefördert werden.

Der Bundestagsabgeordnete Karsten Möring (CDU) nannte den Gewerkschafts-Vorschlag ein „falsches Signal“, er trage nichts zur Entlastung der angespannten Wohnungsmärkte bei. „Wir müssen gerade umgekehrt den Wohnungsbestand an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen.“

Der Chef des Sozialverbands SoVD, Adolf Bauer, nannte die Idee der IG Bau „im Einzelfall sinnvoll“. Er warnte jedoch: „Kein Mensch darf sich gezwungen fühlen, seine Wohnung räumen zu müssen.“

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr Woifi Fischer

05.02.2015, 17:02 Uhr

IG Bau will staatliche Umzugsprämie für Senioren! Weil der Umzug eine große Hürde ist, sitzen Senioren der IG Bau zufolge in ihren zu großen Wohnungen fest. Wie kommt die IG-Bau zu einer solchen Aussage? Wie viele ältere Menschen sind in zu großen Wohnungen überhaupt? Hat sie eine Meinungsumfrage zu diesem Thema bei den älteren Menschen überhaupt durchgeführt? Woher nimmt sie das Recht überhaupt eine solche Aktion zu fordern? Einen älteren Baum kann man schwerlich verpflanzen! Das was die IG-Bau hier vor hat, ist für mich Kommunismus in Reinkultur, ich habe noch nie von älteren Menschen erfahren dass sie in zu großen Wohnungen wohnen, was sie aber zu recht bemängeln ist, dass die Mieten für viele Wohnungen viel zu hoch sind, und sie mit ihren Renten nicht mehr zu Finanziren sind. Wo hat der IG-Bau die kleineren und günstigen Wohnungen gefunden? Oder ist dies der versuch zuerst diese Wohnungen zu erstellen? Wer soll diesen Sozialen Wohnungsbau Finanziren? Macht dies die IG-Bau? Oder sollen die älteren Menschen ihrer vertrauten Umgebung verlieren, um Asylanten und Flüchtlinge in die so frei werdenden Wohnungen zu setzen??? Eine ungeheuerlich Anmaßung der IG-Bau Gewerkschaft. So also geht man mit älteren Bürgern hier zu Lande um? Und das nennt man dann Sozial?

Herr Nino Cardenas

05.02.2015, 19:11 Uhr

Wohnungsnot ist Folge der Massenzuwanderung


Wohungsnot ist eine von vielen, vielen, vielen Negativfolgen der massenhaften Zwanderung, wie sie die gewollte Folge der Politik von CDU, SPD, Grünen, und Linkspartei ist.

Hätte die IG Bau nur ein Mindestmaß an Gefühl für soziale Gerechtigkeit und ein ehrliches Interesse für die soziale Benachteiligen, Unterschichten und Arbeitnehmer würde sie diese ungerechte Politik kritisieren. Aber das hat diese Gewerkschaft, die ohnehin nur als Frontorganisation der etablierten Parteoen fungiert, ganz offenbar nicht. Stattdessen will man alte Menschen und Senioren aus ihren vermeintlich zu großen Häusern vertreiben.

Herr Billyjo Zanker

05.02.2015, 20:03 Uhr

Die Gewerkschaftsbonzen sollten schon mal mit guten Beispiel voran gehen und ihre eigenen Immobilien in den feudalen und ruhigen Vororten räumen, die sicherlich auch zu groß ausgefallen sind.
Anschließend können sie sich dann an den Rest der Bevölkerung wenden. Unmöglich diese linken Gutmenschen.

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